„Wir Menschen brauchen das Feiern“
19.07.2010 - HUNDSTADT
Von Andreas Romahn
Akademische Feier zum Jubiläum 600 Jahre Hundstadt - Großer Zapfenstreich zum Abschluss in der Abenddämmerung
Die Hundstädter selbst hatten das Programm, durch das Elke Görnt-Au und Roland Seel von der Dorfgemeinschaft führten, selbst zum Start bereichert, als Lilly Pauly in zwei munteren und bewegenden Mundartvorträgen daran erinnerte, dass kein Dengelschlag, Kuhgebrüll oder „klappernde Milchdippe“ mehr im Dorf zu hören seien. Der gemischte Chor unter der Leitung von Peter Laufner und der Frauenchor „Grenzenlos“ unter der Leitung von Kirsten Nüßlein sangen heitere und besinnliche Lieder, während der Fanfarenzug Hundstadt mit ganz besonderen Klängen seinen Jubiläumsbeitrag leistete. Horst Mader, Mitglied im historischen Ausschuss, nahm die Gäste noch einmal mit auf eine heitere Zeitreise, als er alte Kassenbelege von 1828 und 1834 vorlegte.
Jürgen Scherf überreichte ein Bildgeschenk seines Vaters Alfred, der das Hundstädter Rathaus 1976 gemalt und damit das Titelbild des Heimatbuches geschaffen hatte. Armin Schmidt übergab im Namen seines Sohnes Thorsten ein Holzrelief mit dem gleichen Motiv, während Elisabeth und Axel Dierker eine Fahne mit dem Wappen von Hundstadt als Geschenk an die Dorfgemeinschaft mitgebracht hatten.
Zum Abschluss warben die Moderatoren noch einmal für einen guten Zweck, denn zehn Mitglieder der Dorfgemeinschaft werden sich am Festwochenende gemeinsam auf der alten Gemeindewaage wiegen lassen. Gegen einen Einsatz von 1 Euro, der an den Verein „Wir helfen“ geht, kann jeder Festbesucher das Gesamtgewicht schätzen und Eintrittskarten für die Gala, einen Präsentkorb oder einen Einkaufsgutschein gewinnen.
Mit dem großen Zapfenstreich, gespielt vom Fanfarenzug und den Oldies des Spielmannszuges Weilmünster vor der 119 Jahre alten Kaiserlinde, klang die akademische Feier in der Abenddämmerung Hundstadts mit einem besonderen Höhepunkt aus.
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