Beteiligung an Frankfurter Unternehmen bereits gesichert
(cru). die Bad Homburger Milliardärin Susanne Klatten steigt bei der Frankfurter Geohumus International GmbH ein. Die Verträge zwischen Klattens Bad Homburger Beteiligungsgesellschaft Skion und Geohumus seien bereits unterzeichnet worden. Medienberichten zufolge hält Skion danach 28,9 Prozent der Geohumus. Klatten ist bereits an Altana, BMW, Nordex und SGL Carbon beteiligt.
Der Übernahme sei eine Prüfungsphase von rund einem Jahr vorausgegangen, hieß es. Dabei habe Skion die Bücher und Patente von Geohumus sowie die Produktpalette eingehend unter die Lupe genommen.
Das 2005 von Wulf Bentlage im Frankfurter Industriegebiet Fechenheim gegründete Unternehmen hat ein extrem wasserspeicherndes Granulat entwickelt und auf den Markt gebracht. Es wird statt Erde benutzt, um Pflanzen mit Wasser zu versorgen. Gerade in Gebieten, in denen Wassermangel herrscht, soll das Produkt eingesetzt werden. Anstatt enorme Mengen an Süßwasser einsetzen zu müssen - und damit die sandigen Böden zu versalzen - wird das Granulat verwendet. Es besteht aus dem unter anderem für Windeln verwendeten Stoff Superabsorber und Gesteinsmehlen. und kann nach einer Studie der Universität Gießen gut das Fünfzigfache seines Eigengewichts an Flüssigkeit aufnehmen. Es gilt zudem als umweltverträglich und langzeitstabil. Für die Entwicklung dieses Stoffes erhielt das aufstrebende Unternehmen bereits mehrere Preise, darunter den Deutschen Gründerpreis 2006.
Geschäftsführer Bentlage sieht in dem Einstieg von Skion einen Meilenstein in der Firmengeschichte. Die Beteiligung gebe dem Unternehmen "eine ganz andere Sichtbarkeit". Vor allem aber eröffne es Geohumus einen deutlich größeren Spielraum für geplante Expansionen: "Einer kleinen Firma fällt es schwer, an allen Ecken der Welt anzugreifen - mit einem solchen Investor im Rücken haben wir viel mehr Möglichkeiten", sagt er. Skion sieht in dem Granulat vor allem wichtige Lösungsansätze bei der Bewältigung von Konflikten, die durch die wachsende Weltbevölkerung und die damit einhergehende Wasserknappheit entstehen.