Königsteiner Burgfest: Armbändchen gegen Jugendalkoholismus
02.09.2010 - KÖNIGSTEIN
(ua). „Gemeinsam für den Jugendschutz“, lautet die Kampagne gegen Alkoholmissbrauch des Burgvereins mit den beim Königsteiner Burgfest beteiligten Vereinen, der Polizei und der Stadt Königstein, um dem Trend des exzessiven Trinkens Einhalt zu bieten.
Aus diesem Grund bekommen in diesem Jahr alle Besucher, ob jung oder alt, mit einem gültigen Personalausweis, Reisepass oder Führerschein bei der Eingangskontrolle ein sogenanntes „Einlassbändchen“. Ein Schülerausweis, Büchereiausweis oder Vergleichbares wird nicht akzeptiert. Wer sich nicht ausweisen kann, erhält automatisch ein Band für Kinder unter 16 Jahren.
Um den Keller- und Standbetreibern die Alterskontrolle zu vereinfachen, werden die Bändchen von den ehrenamtlichen Helfern bereits am Eingang am Handgelenk angelegt. Die Bändchen werden in unterschiedlichen Farben für Kinder unter 16 Jahren, Jugendliche über 16 Jahre und Erwachsene ab 18 Jahren ausgeteilt. Um den Austausch oder die Wiederbenutzung der Bändchen zu vermeiden, wird die Farbe der Bändchen jeden Tag gewechselt. Um zu verhindern, dass angelegte Depots rund um die Burg und im Kurpark angelaufen werden können, wird beim Verlassen der Burg das Bändchen vom Sicherheitspersonal abgeschnitten. Das bedeutet, dass beim erneuten Zugang zur Burg Eintritt bezahlt werden muss.
Nach den Regelungen des Jugendschutzgesetzes, dürfen Kinder unter 16 Jahren keinen Alkohol ausgeschenkt oder von älteren Besuchern geschenkt bekommen. Jugendliche ab 16 Jahren dürfen nur schwach alkoholhaltige Getränke wie Bier, Wein und Sekt in der Öffentlichkeit trinken. Wodka, Weinbrand, Rum & Co. sind für Minderjährige tabu, selbst wenn diese Spirituosen nur in geringen Mengen in Mixgetränken enthalten sind.
Die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes wird gemeinsam von Polizei, Ordnungsamt und dem Königsteiner Burgverein kontrolliert und gegebenenfalls auch geahndet.