An der Hohemark soll bis Mai 2011 Naturpark-Haus mit Touristen-Info entstehen - "Wichtig für Profilierung der Region"
(ua). Rund 18 Millionen Menschen besuchen jährlich den Naturpark Hochtaunus, für mehr als die Hälfte ist die Hohemark am Ortsrand von Oberursel das Tor zum Taunus. Genau dort, am Schnittpunkt zwischen Naturpark- und Regionalparkwegen, soll nun ein Taunus-Naturparkzentrum entstehen. Bis Mai 2011 soll das 2,7 Millionen Euro teure Gebäude mit Angeboten auf drei Ebenen fertig sein. Landrat Ulrich Krebs (CDU) nannte es bei der Vorstellung des Projekts ein "Zentrum für nachhaltige Umweltbildung".
"Ganz wichtig für die Profilierung des Taunus, identitätsstiftend in der Region und ein Beitrag zur Attraktivitätssteigerung des gesamten Feldberggebietes" - um Superlative sind der Landrat und Oberursels Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) beim Konzept für das Taunus-Naturparkzentrum nicht verlegen. Die Stadt soll auch von der interkommunalen Zusammenarbeit profitieren, sie will sich über die Info-Zentrale vor allem touristisch besser vermarkten.
Bei der Umsetzung sind Stadt und Kreis Partner. Oberursel bringt das zentrale 3200 Quadratmeter große Grundstück an der Endhaltestelle der U3 mit perfektem Anschluss an die A661 ein. Die Übertragung an den Zweckverband Naturpark Hochtaunus und einen Zuschuss von 200 000 Euro hat das Stadtparlament beschlossen. Knappe 300 000 Euro bietet der Hochtaunuskreis inklusive Planungsleistungen, vom Wirtschaftsministerium in Wiesbaden wurden 400 000 Euro in Aussicht gestellt.
Im Frühling 2010 soll Baubeginn an der Hohemark sein, ein Architektenmodell liegt bereits vor. Auf rund 1600 Quadratmetern sollen die Räume der Geschäftsstelle des Naturparks Hochtaunus, eine zentrale Touristeninformation des Taunus Touristik Service und der Stadt Oberursel, die Werkstatt und eine Maschinenhalle des Naturparks, ein Seminarraum für 40 Leute, Ausstellungsflächen und Räume für Gastronomie sowie von außen zugängliche Toiletten Platz finden.
Die futuristisch anmutende Architektur und das Angebot für Schulklassen soll junge Menschen anziehen. Herzstück der Ausstellungsräume soll laut Architekt Schäfer eine Multi-Media-Black-Box mit Möglichkeiten zum Hören, Sehen, Anfassen und Riechen sein.
Die Kooperation mit Schulen sei für Stadt und Kreis wichtig, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit gehörten zu den Aufgaben des Zweckverbandes, sagte Krebs.