Machbarkeitsstudie über Tourismusprojekte im Hochtaunuskreis vorgestellt - Keine privaten Investoren in Aussicht
(jop). Eine Sommerrodelbahn auf dem Feldberg wird es in absehbarer Zeit wohl nicht geben. Das ist das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie über Tourismusprojekte im Hochtaunuskreis, die vom Institut für Freizeit und Tourismusberatung GmbH (ift) für das Landratsamt durchgeführt wurde.
Die im Sitzungssaal "Taunus" des Bad Homburger Landratsamtes versammelten Mitglieder des Ausschusses für Schule, Kultur, Sport und Freizeit des Hochtaunuskreises unter Vorsitz von Dr. Frank Ausbüttel beschäftigten sich mit zwei touristischen Themen, die Landrat Ulrich Krebs (CDU) derzeit sehr wichtig erscheinen. Mit einer Machbarkeitsstudie für geplante Freizeitprojekte in der Feldbergregion und mit dem Taunus-Naturparkzentrum, das als Informationsportal vom Kreis und der Stadt Oberursel bis zum Hessentag 2011 an der U-Bahn Endstation Hohemark errichtet werden soll.
Der mit der Machbarkeitsstudie befasste Projektleiter Christoph Straha, der als Freizeitberater bei Sport- und Freizeitanlagen in Winterberg im Sauerland und im Harz auf gute Referenzen verwies, bat sich 20 Minuten Redezeit aus, um den Kreispolitikern die wichtigsten Erkenntnisse aus der 150 Seiten umfassenden Untersuchung vorzutragen. Dabei ging es im Wesentlichen um die Topografie der dafür infrage kommenden Feldberg-Region, um die Erschließung des Geländes und um die Auflagen, die durch den Natur -und Landschaftsschutz gegeben sind. "Mit Rücksicht auf die Rahmenbedingungen haben wir uns hier auf die Höhenlagen konzentriert", erläuterte Straha sein Konzept. Dabei spielt für Wintersportmöglichkeiten das vorhandene Schneepotenzial eine wichtige Rolle. "Mindestens 60 bis 80 Tage Schnee müssten schon sein, um die technischen Möglichkeiten zu schaffen", schätzte der Freizeitberater.
Für spezielle Mountainbike- Routen durch den Naturpark und eine Sommerrodelbahn entweder am Süd- oder Nordhang sind die Vorraussetzungen begrenzt. Nachdem die Höhendaten im Hochtaunus erfasst wurden, bleibe nur ein "relativ kleiner Raum" für Freizeitprojekte, die bei der Erschließung zusätzlich vom Landschafts- und vom Wasserschutz eingeengt werden. Straha: "Wir bewegen uns hier im Bereich des Forstes."
Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie hatte er in einem Schaubild zusammengefasst mit der Aussage, dass der Große Feldberg als einziger Bereich für Freizeitangebote infrage komme. Es mache aber nur Sinn, wenn man die Bausteine Mountainbike, Skihang und Sommerrodelbahn auch nach ihrer Wirtschaftlichkeit berechne. Als großes Manko sieht Straha die Verkehrssituation am Feldberg. Und Landrat Krebs gab zusätzlich zu bedenken: "Für alle Angebote müssen die Mittel über die öffentliche Hand erbracht werden."
Für das Bauvorhaben Naturpark-Haus an der Hohemark in Oberursel präsentierte Krebs dem Ausschuss das auf rund 2,7 Millionen Euro geschätzte Gebäude, das Ende März 2010 begonnen werden und im Mai 2011 fertiggestellt sein soll, sofern die Beschlüsse der Gremien von Landkreis und der Hessentagsstadt 2011 Oberursel eingeholt sind.