Stimmungsvolles Konzert in festlich erleuchteter Kirche
20.12.2010 - USINGEN
Konzert in der katholischen Laurentiuskirche - Chöre und Solisten beeindrucken
(cju). Mit Stalllaternen in unterschiedlicher Größe, ausgestattet mit verschiedenen Kerzen, war die katholische Laurentiuskirche nur im Altarraum hell erleuchtet, der Rest des Gotteshauses war im Halbdunkel. Mit dem Magnifikat hielten kurz nach 18 Uhr die Chöre Walther von der Vogelweide, Harmonie Michelbach sowie der Cantatekreis Hochtaunus unter Leitung von Bernward Bruchhäuser gemessenen Schrittes Einzug Richtung Altarraum.
Nach diesem feierlichen Beginn boten die Sänger ein buntes, abwechslungsreiches Programm, das eine mehr als gelungene Mischung traditioneller Weihnachtsliteratur und weniger bekannter Lieder zum Advent und zum Fest der Liebe bot. Mit den beiden Solistinnen Bettina Rathke-Schläfer und Anna-Teresa Meisemann wurden dem geneigten Publikum zudem Soli in wunderbarer stimmlicher Qualität }vorgetragen. Die beiden Frauen waren mit viel Herzblut bei ihrem Vortrag und zeigten eindrucksvoll ihr Können, einmal gemeinsam singend, dann wieder solo. Beim gemeinsamen Singen konnten sie einander blind vertrauen. Was so scheinbar mühelos daher kommt, ist natürlich in Wahrheit viel Arbeit und bedarf der Geduld und Ausdauer. Umso schöner ist es dann, wenn diese Mühen vom Vortragenden abfallen und sich dieser ganz dem Vortrag hingeben kann.
Im Wechsel, einmal Walther von der Vogelweide mit der Harmonie und dem Cantatekreis gemeinsam, dann lediglich Cantatekreis oder Vogelweide und Harmonie - Bruchhäuser hatte seine Sängerschar stets im Blick und ließ alle zu Höchstleistungen auflaufen.
Die Michelbacher und die Usinger Sängerfreunde proben immer mittwochs, mal in Usingens Kümmelsalon, mal in Michelbachs Dorfgemeinschaftshaus. Los geht es immer um 19.30 Uhr. Und die Proben vor dem großen Weihnachtskonzert hatten sich gelohnt - das Publikum war mehr als zufrieden, mit dem, was ihm dargeboten wurde. „Macht hoch die Tür“, ein zu Herzen gehender Weihnachtsklassiker oder „Tochter Zion“, ebenfalls sehr beliebt bei jungen und älteren Weihnachtsfans, aber auch „Maria durch ein Dornwald ging“, dazu das etwas neuzeitlichere „Engel haben Himmelslieder“ oder das anrührende Trommellied - eine wahre Pracht, was sich die Sängerschar vorgenommen und einstudiert hatte.
Ein kleiner Exkurs zur Weihnachtszeit kam von Silvia Schwenk, die eine Weihnachtsgeschichte zum Thema Weihnachtsmann vortrug. Bernward Bruchhäuser gab dann seinen Protagonisten eine kleine Verschnaufpause, indem er an der Orgel der katholischen Kirche Variationen zu Weihnachtsliteratur gekonnt vorspielte.
Bruchhäusers Chöre sind auf einem hohen Leistungsniveau angekommen und boten so einen sehr abwechslungsreichen Konzertabend. Dem Wetter war es wohl geschuldet, dass das Kirchenschiff nicht voll besetzt war. Einige, die sonst zu den regelmäßigen Gästen gehören, hatten wegen der Schneeverwehungen doch lieber gepasst.