Dirk-Bike-Strecke freigegeben - Junge Leute schließen sich Traditionsverein an
(ek). Wenn die jungen Leute auf ihren Zweirädern unter der Heisterbachbrücke waghalsige Weitsprünge vorführten, dann konnte einem schon Angst und Bange werden. Was Dirt-Biking überhaupt ist, das wusste vor fünf Jahren in Neu-Anspach wohl kaum jemand, bis vielleicht auf ein paar Jugendliche, die Interesse an dieser Trendsportart hatten. Trotz immer wieder auftauchender Probleme konnten sie die Dirk-Bike-Strecke jetzt offiziell einweihen.
Kristof Wesenberg und Max Bischoff haben mit den richtigen Mitteln gekämpft und die Kommunalpolitiker von ihrer Idee überzeugt. Sie machten klar, dass alle willens sind, Verantwortung zu übernehmen und sich an Spielregeln zu halten. Statt einen eigenen Verein zu gründen, schlossen sich die jungen Leute der Radfahrvereinigung Vorwärts Anspach an - Wesenberg und Bischoff sind inzwischen Fachwarte der Dirt-Bike-Abteilung - und durften auf starke Unterstützung aus dem Traditionsverein zählen. In dieser Verbindung war die Stadt auch bereit, das Gelände zur Verfügung zu stellen. Doch Ottokar Müller, der Vorsitzende der Radfahrvereinigung hatte nicht damit gerechnet, dass es bei der Umsetzung so viele Probleme geben würde.
In seinem Rückblick erinnerte er daran, dass der Bauunternehmer Harald Moses unentgeltlich für den Parcours schon die ersten 30 der insgesamt rund 100 Lkw-Ladungen mit Erde herangeschafft und modelliert hatte, als die Mainova und die untere Wasserbehörde ihre Auflagen machten. Doch alle Hindernisse wurden nach und nach bewältigt.
Vereinsmitglied Richard Kotitschke konstruierte und baute für die jungen Leute sogar noch dynamische Absprung- und Landerampen, über die hinweg die Jungs am Samstag ihre spektakulären Sprünge absolvierten.
Die Art, wie die jungen Leute ihren Sport betreiben, und ihr außerordentliches Engagement bezeichnete Bürgermeister Klaus Hoffmann (CDU) als reife Leistung. Und trotz eines Schlüsselbeinbruchs am Tag vor der Einweihung wünschte er ihnen künftig „unfallfreies Sporteln“.
Im Namen aller politischen Parteien, die mit jeweils mindestens einem Vertreter bei der Einweihung den jungen Leuten ihre Wertschätzung vermittelten, gratulierte Holger Bellino, der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, und hob den gelungenen Dreiklang von städtischen Gremien, Traditionsverein und Jugendlichen hervor.
Seitens des Sportkreises Hochtaunus hob Georg Komma die beispielhafte Eigeninitiative hervor, mit der die Jugendlichen ihren Drang nach Selbstverwirklichung erfolgreich verfolgt haben. Angesichts des hohen Verletzungsrisikos bei diesem Sport appellierte er an die Jugendlichen, sie mögen ihre eigenen Grenzen erkennen und akzeptieren. „Es geht darum, den Übermut zu Hause zu lassen und die Herausforderungen beherrschen zu lernen.“ Der Verein habe die Verantwortung zu tragen für den Fall, dass der Jugend die richtige Selbsteinschätzung fehle. Für den Vereinsring sprach Vorstandmitglied Helmut Baum.
Nach der offiziellen Einweihung feierten die Jugendlichen bis in die Nach hineinein mit Live-Musik von „Wild mess“, der Heavy-Metal-Band von Max Bischoff sowie der Metal-Gruppe „Pothole“ und der Hard-Rock-Gruppe „Rock Devine“. Der Vereinsvorsitzende bat die Verantwortlichen der jüngsten Abteilung darum, beim Feiern „auf Brückenlautstärke zu bleiben“.