„Illegale Rennen sind kilometerweit zu hören“
02.11.2010 - SCHMITTEN
Feldberginitiative sammelte bislang rund 400 Unterschriften gegen „Raserei im Naturpark“
(mg). Mit einer ersten eigenen Unterschriftenaktion ging der Verein Feldberginitiative kürzlich an die Öffentlichkeit. Vor dem Rewe-Markt in Schmitten erklärten die Mitglieder Josef Bruch, Gudrun Karst, Melitta Radner und Bruno Wilbert Interessierten die Aktivitäten, den Zweck des Vereins, der gegen die „um sich greifende Raserei im Naturpark Hochtaunus“ kämpft.
Die Bürgerinitiative setzt sich dafür ein, dass die Straßen rund um den Großen Feldberg im Taunus sicherer werden und wenden sich gegen den „Missbrauch der Feldbergstraßen als Rennpiste für Motorradfahrer“. Der von zwei- und vierrädrigen Rasern verursachte Lärm sei gesundheitsgefährdend für die Anwohner und würde immer mehr Touristen verschrecken. In ihrem Flugblatt erwähnt die Bürgerinitiative illegale Rennen am Nachmittag und in den frühen Abendstunden, die kilometerweit zu hören seien. Durch waghalsige Überholmanöver würden so auch alle anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet. Die Situation auf den Straßen am Feldberg trage sicherlich nicht dazu bei, jungen Familien ein attraktives Wohnumfeld zu bieten. Ständig zunehmender Lärm und die Raserei seien zwei der Gründe, warum viele Anwohner den „Naturpark Hochtaunus“ in den vergangenen Jahren verlassen hätten. Deshalb fordert die Feldberginitiative, die mittlerweile aus rund 100 Mitgliedern aus Schmitten, Oberursel und aus dem Frankfurter Raum besteht, die Politik und Polizei auf, Kontrollen werktags von 17 bis 20 Uhr und bei schönem Wetter am Wochenende durchzuführen. „Es soll zu relevanten Zeiten kontrolliert werden“, sagte Bruch, „nicht zu schwachsinnigen.“ Als die Kontrollen nachließen, so Bruch, habe es allein im September drei Tote gegen, „trotz erreichter Tempolimits“. Neben Verkehrssicherheitsmaßnahmen im gesamten Hochtaunusgebiet fordert die Initiative Polizeimotorräder mit Kamerasystem. Um ihrem Ziel näher zukommen, sammelten sie innerhalb von sechs Stunden 400 Unterschriften. Bei 500 Unterschriften wollten sie ihren Stand abbauen und die Liste als Zwischenstand für den „runden Tisch“ an Landrat Ulrich Krebs übergeben.