Kein Zebrastreifen und keine Ofen-Sanierung
21.06.2010 - WILHELMSDORF
Wilhelmsdorfer Ortsbeirat tagte - Gremium will Gelder für DGH-Anbau beantragen
(cju). Es wird keinen Zebrastreifen am Feuerwehrgerätehaus in Wilhelmsdorf geben. Man habe mit den Fachbehörden einen Ortstermin gehabt, so Ortsvorsteher Manfred Deißler (CDU) in der jüngsten Sitzung des Gremiums, und weder die erforderliche Zahl von Fußgängern - 50 in einer Stunde - noch die erforderliche Zahl an Fahrzeugen - 100 bis 200 pro Stunde - hätten die fragliche Stelle passiert.
Man werde das Thema, das die Bewohner des Stadtteils beschäftigt, aber nicht ganz aus den Augen verlieren. Des Weiteren machte sich das Gremium dafür stark, dass der Weg an der Kläranlage, entlang des Laubachs, nochmals einer Prüfung unterzogen werde. Hier sei es morastig und nicht angenehm zu gehen, das wolle man nicht länger hinnehmen.
In Sachen Altes Rathaus konnte der Ortsvorsteher verkünden, dass die Bauarbeiten planmäßig weiterliefen, die Zimmermannsleute seien fertig geworden, derzeit seien Maler mit dem Innenanstrich beschäftigt und die Dachdecker kümmerten sich um das Dach. Die Zimmermannsleute hätten sehr gute Arbeit geleistet, jeden einzelnen Balken in Augenschein genommen und auch ausgetauscht, so es erforderlich gewesen sei. Auch seien die übrigen Gewerke vergeben worden.
Probleme bereite indessen der Ofen im angrenzenden Backhaus. So habe ein Ofenbauer in einem Gutachten festgestellt, dass das Fundament des Ofens abgesackt sei und eine Sanierung zwar möglich sei, diese aber zum einen relativ teuer und zum anderen nur eine Interimslösung sein könne. „Das hält sechs, acht, maximal zehn Jahre“, so die Information. Preisgünstiger und auf lange Frist haltbarer sei ein neuer Ofen, der auch gerne kleiner sein könne als der bisherige. „Der jetzige Ofen hat eine Fläche von sechs Quadratmetern, wir brauchen aber lediglich drei“, so Deißler. In Merzhausens Backes backe man 50 Brote, in Wilhelmsdorf könne man mit der Hälfte pro Backschicht auskommen. Das dreiköpfige Gremium sprach sich gegen die Sanierung aus, weil man für einen Neubau plädiert. Auch hatte man die Kostenvoranschläge, die bisher vorlagen, gesichtet und festgestellt, dass man eine größere Summe durch Eigenleistungen einsparen könne.
Für den Haushalt 2011 will der Ortsbeirat erneut Gelder für den Anbau ans Dorfgemeinschaftshaus in Höhe von 50 000 Euro beantragen. Auch die Überdachung auf dem Friedhof, damit die Menschen nicht mehr ungeschützt an Beerdigungen teilnehmen müssen, soll erneut im kommenden Haushalt eingestellt werden. Hierfür sind 35 000 Euro veranschlagt. Für die Sanierung des beschädigten Kreuzes werde noch eine Summe von rund 5000 Euro fällig. Hierzu meinte Stadtrat Gerhard Liese (CDU), dass es schon bemerkenswert wäre, wenn alle Wilhelmsdorfer Wünsche erfüllt werden könnten. Die Stadt habe ein Friedhofskonzept aufgelegt und arbeite dieses sukzessive ab - „dann müssen wir nach Kransberg und Merzhausen als Nächste dran sein“, konterte Ortsbeirat Erwin Lichtenthäler (FWG). Deißler und seine Mitstreiter nahmen außerdem ins Protokoll auf, dass der Weg zur Steinkaut hoch neu gemacht werden müsse. Man habe mit dem Forst gesprochen und von dort signalisiert bekommen, dass man dies noch in diesem Jahr erledigen werde. Über das Protokoll erhält die Verwaltung einen dezenten Hinweis, dass hier noch Handlungsbedarf besteht. Erwin Fuchs (CDU) bemängelte zudem den fehlenden behindertengerechten Weg am Bahnhof. Hier solle die Stadt beim Verkehrsverbund Hochtaunus vorstellig werden. Abschließend erklärte Deißler noch, dass das Spielplatzhäuschen beim Naturpark Hochtaunus fertiggestellt sei, man habe es gestrichen und es solle nun in Kürze vom Bauhof auch aufgestellt werden.