Bauausschuss besah sich kritische Stellen im Straßenverkehr
(cju). Neuralgische Punkte im stehenden und fahrenden Straßenverkehr nahm der Bauausschuss unter die Lupe. 90 Minuten waren die Ausschussmitglieder unterwegs und kamen in den meisten Fällen zum einhelligen Urteil, dass weiterer Handlungsbedarf nicht erforderlich sei. "Es muss nur die Straßenverkehrsordnung eingehalten werden", betonte Ausschussvorsitzender Wolfgang Paris (CD). Auch Ordnungsamtsmitarbeiter Joachim Odermatt konnte dies bestätigen. Er hatte zum Nachschlagen ein Buch über die Straßenverkehrsordnung mitgebracht.
Los ging es am Rathausplatz, wo tagsüber, aber auch abends mehr oder weniger kunterbunt geparkt wird. Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) meinte dazu, dass man entweder den Platz sperren oder weitere Parkplätze ausweisen müsse. Dem Letzteren schloss sich der Ausschuss einstimmig an - Bauamtsleiter Jürgen Etzel soll nun Möglichkeiten erarbeiten, wie man die meisten Parkplätze bekommt und wie diese auszuweisen seien. Wenige Schritte weiter ging es in die Gartenstraße, wo Anwohner "zu schnelles Fahren" bemängelten. Die Straße ist als Spielstraße ausgewiesen und hat keinen Bürgersteig. Also sind hier nur sieben Stundenkilometer erlaubt. Auch hier sah der Ausschuss keinen Handlungsbedarf. In der Straße Schießmauer komme es immer wieder zu gefährlichen Begegnungen im Kreuzungsbereich Am Ried - doch dem Ordnungsamt war nichts bekannt.
In der Au gebe es viel Durchgangsverkehr, der zudem mit einer schwierigen Kurve zu kämpfen habe, so Wolfgang Paris. Wenn diese dann auch noch, wie am Mittwochabend, zugeparkt sei, werde es ganz problematisch. Hier müssten mehr Kontrollen durchgeführt werden, befand der Ausschuss. In der Bahnhofstraße an der Ausfahrt zur Wiesenau konnte Anwohner Franz-Josef Salzmann jedoch anhand eines im Januar geschossenen Fotos darlegen, dass der Bürgersteig von Autos, die Abbieger rechts überholen, missbraucht wird und so Fußgänger gefährdet werden. Hier sollen mehrere historische Poller hin, damit die Gefahr gebannt ist. In der Kastellstraße will man knifflige Verkehrssituationen beim Verlassen der Tankstelle durch ein Parkverbot von der Einfahrt zur Firma Fußboden-Wagner bis hin zur Tankstelle selbst entschärfen.
Nach dem Straßen-Marathon besuchten die Ausschussmitglieder noch den Kindergarten Wiesenau und besichtigten die Holz-Pellets-Heizung. Außerdem warfen sie einen Blick in den Anbau der Einrichtung, der bis zum neuen Kindergartenjahr im September fertiggestellt sein soll. Ein Raum ist dabei für die Schülerbetreuung der Limesschule vorgesehen, der andere wird vom öffentlichen Wohnzimmer genutzt. Die beiden Gruppen mit jeweils zwölf Kindern unter drei Jahren werden in die Räumlichkeiten des Trollhauses gehen. Die regulären Kindergartengruppen sind bereits im renovierten Teil des Kindergartens.
In Sachen Heizung in der Wiesbachtalhalle in Pfaffenwiesbach stimmte der Ausschuss einstimmig dafür, wie bisher eine gemeinsame Heizanlage für Mehrzweckhalle und Feuerwehr einzubauen. Für die Häuser in der Lindenstraße, die der Bauausschuss in Augenschein genommen hatte, wurde noch nichts weiter beschlossen. "Ich habe dem Wirt des Alten Backhauses aber mein Wort gegeben, dass er die Gaststätte so lange betreiben kann, wie er es gesundheitlich noch kann", gab Sommer bekannt.
Der Rad-Fußweg zum Schwimmbad war erneut Thema im Ausschuss. Jürgen Etzel legte einen Vorschlag vor, nach dem ein kombinierter Weg mit einer Breite von zwei Metern zu asphaltieren sei und die Abgrenzung zur Straße sei mit Rundbordsteinen zu erledigen. Jetzt soll er die Kosten ermitteln und erneut vorlegen. Wenn möglich, werde die Maßnahme noch in diesem Jahr erledigt, ansonsten sollte der Weg im Haushalt 2010 eingestellt werden.
Der Bebauungsplan für das Ferien- und Freizeitgebiet Trieberg in Pfaffenwiesbach ist fertig und sieht die Umwandlung in ein reguläres Baugebiet vor. Vorgestellt und mit Fakten wie Kosten versehen, wird es am kommenden Dienstag, 20 Uhr, in der Wiesbachtalhalle.
Wolfgang Schmitz von den Grünen regte eine Ortsbesichtigung in der Wehrheimer Mitte nach Fertigstellung der Kellerdecke an. Dies sei eine gute Idee, lobte Ausschussvorsitzender Wolfgang Paris; er werde alles in die Wege leiten.