Thema im Ortsbeirat: Erweiterung der Parkmöglichkeiten an der Saalburg beunruhigt Bürger
(isa). Die kürzlich veröffentlichte Nachricht über die geplante Erweiterung der Parkmöglichkeiten an der Saalburg um 90 Parkplätze an der alten Obernhainer Straße hat die Obernhainer Bürger beunruhigt. Die Pläne seien bereits fertig und lägen beim Ministerium, war zu erfahren (der UA berichtete). Daher hatten sich zur jüngsten Ortsbeiratssitzung Anwohner aus dem Neufeld und der Oberen Schulstraße, die rückwärtig an die alte Obernhainer Straße grenzt, eingefunden.
Seit dem Bau der Umgehungsstraße ist diese alte Straße stillgelegt und ein beliebter Wander- und Fahrradweg durch den Wald zur Saalburg geworden. Nun befürchten die Anwohner, dass der Verkehr von den Parkplätze an der Saalburg durch Obernhain abfließen könnte, was vermutlich weit mehr Autos als die der 90 angestrebten Parkplätzen beträfe. Dann wäre es besonders an den Wochenenden vorbei mit der Ruhe im Dorf und mit Erholung und Naturerlebnis im Wald, befürchten die Obernhainer Bürger.
Sie möchten verhindern, dass die Schranke an der alten Straße für den Parkplatzverkehr zur oder von der Saalburg geöffnet wird. Wie Ortsvorsteher Ernst Baum (CDU) berichtete, habe Bürgermeister Gregor Sommer zugesagt, sich bei den entsprechenden Stellen zu erkundigen, was diesbezüglich tatsächlich geplant ist und möchte gegebenenfalls intervenieren, falls eine Öffnung der alten Straße für den Verkehr von der Saalburg durch Obernhain vorgesehen sei. Mit dieser Auskunft zeigten sich die Gäste der Ortsbeiratssitzung zufrieden und verfolgten interessiert die weiteren Tagesordnungspunkte, besonders die Diskussion um die Eintragung in den Flächennutzungsplan, die ein Mischgebiet von 0,6 Hektar zwischen Neubaugebiet Feldbergblick I und der Schreinerei Schneider vorsieht. Die Kennzeichnung als Mischgebiet sahen sowohl alle drei CDU-Mitglieder als auch Uwe Schäfer von der FDP als positiv und begründeten dies durch die Nähe zur bereits bestehenden Schreinerei. So sei für zukünftige Bauherren von vorneherein ersichtlich, dass hier eben auch Gewerbe-, Handwerks- oder Industriebetriebe entstehen könnten und daher andere Bestimmungen als in einem reinen Wohngebiet gelten, zum Beispiel was die Belastung durch Lieferverkehr betreffe. Zwei Ortsbeiratsmitglieder äußerten hingegen Bedenken.
Während Nicole Knerr (Grüne) am liebsten den Eintrag komplett heraus nehmen lassen möchte, da sie die Versorgung Obernhains mit neuen Bauplätzen durch die beiden Gebiete Feldbergblick I und II mehr als gedeckt sieht, hält Marga Horlebein (SPD) die Kennzeichnung als Mischgebiet für verführerisch, dort mehr Gewerbe anzusiedeln und hält damit eine erhöhte Verkehrs- Lärm- und möglicherweise auch Umweltbelastung für das angrenzende Wohngebiet für unvermeidlich. Auch wenn derzeit eine Nutzung dieser Fläche noch nicht beabsichtigt sei, so befürchtet sie, dass auch solche Gewerbebetriebe angelockt würden, die nicht zum dörflichen Charakter passen. Ein Beschluss wurde letztlich nicht gefasst, Ernst Baum wird aber die Stellungnahmen des Ortsbeirats in der nächsten Parlamentssitzung am kommenden Montag vortragen. Dem Entwurf des Nachtragshaushalts und des Stellenplans stimmten die Ortsbeiräte zu, ebenso der Neufassung der Friedhofsordnung. Zu guter Letzt beschäftigte sich das Gremium mit der DSL-Versorgung in Obernhain.
Bekanntermaßen gibt es bislang nur eine sehr geringe DSL-Bandbreite für das Internet, auch spöttisch "DSL-light" genannt. Daher war Daniel Kolass als Experte für Internetverbindungen zu Gast und erklärte, dass es nun eine Alternative gebe. Hierbei handelt es sich um eine Antenne auf dem Haus Im Stichel 9, die alle in Sichtkontakt befindlichen Haushalte versorgen könne. Sollte die Nachfrage entsprechend gegeben sein, könnten weitere Relais-Stationen eingerichtet werden, um auch die anderen Haushalte mit der schnellen Internetverbindung zu versorgen. Auskünfte hierzu gibt Daniel Kolass unter Telefon 06081/982205.