Mittwoch, 08. Februar 2012 22:49 Uhr
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Usinger Anzeiger

Wehrheim 

Mit den Augen von Erholung suchenden Familien gesehen

20.07.2009 - WEHRHEIM

SPD-Sommerfraktion machte sich am Wochenende auf Radwege-Inspektionstour

WEHRHEIM (cju). Die SPD-Sommerfraktion unter der Leitung von Fraktionsvorsitzendem Kuno Leist hat sich am Samstagnachmittag vom Bahnhof aus auf Drahteseln auf eine Inspektionstour der Wehrheimer Radwege gemacht. Dabei wollten sie sich besonders in die Situation von Erholung suchenden Familien versetzen und quasi mit deren Augen auf die Strecke achten.

"So manches geht für einen einzelnen erwachsenen Radler, ist aber für Radfahrer, die hinten auf dem Gepäckträger einen Kindersitz haben, zu gefährlich", erläuterte Kuno Leist. Gegen 16 Uhr kehrten die Genossen zurück, um bei einem erfrischenden Getränk nochmals über das Gesehene zu befinden.

Fazit: Es gibt einiges zu tun, aber zum Glück sind es nur Kleinigkeiten, die den Gemeindesäckel nicht über Gebühr beanspruchen dürften. Wehrheims SPD-Parteichef Helmut Bruns war auch am Schwimmbad zugegen, um der Sommerfraktion einen Tipp fürs bessere Radeln oder Wandern am Bad zu geben. "Ich bin von vielen Leuten angesprochen worden - hier müsste ein Hinweisschild über Wander- und Radwege hin, damit die Leute Vorschläge bekommen, was sie machen können. Das würde zudem den Tourismus unterstützen", so Bruns.

Vom Bahnhof kommend wurde gleich das erste "Übel" entdeckt: Beim Bahnübergang / Obernhainer Weg fehlt eine Abtrennung für Radfahrer und Fußgänger vom Autoverkehr. Beim Befahren des Weges entlang der Kreisstraße nach Obernhain fiel den Genossen auf, dass auf den ersten 20 bis 30 Metern die Abtrennung vom Autoverkehr fehlt, "obwohl hier Platz vorhanden wäre", wie Leist betonte.

Bei der Abbiegung zur parallelen Streckenführung zur Bahn fehle zudem eine Überquerungshilfe über den Straßengraben. Die Erlenbachbrücke habe Schwellen zwischen dem geschotterten Weg und die Pflaster seien zu hoch und vor allem gefährlich für Kinderräder. Der Schotter insgesamt sei darüber hinaus stellenweise zu grob.

Das Teilstück zwischen zwei Bitumenwegen auf der Strecke Niedernhainer Hof zurück zur Anspacher Straße sei unterschiedlich geschottert, einzelne Schlaglöcher mit sehr grobem Schotter ausgeführt, bemängelt Leist ein weiteres Manko, wobei er betont, dass eine weitere Verdichtung, also Asphaltierung, nicht gewünscht sei.

Am Abzweig Westerfelder Weg zum Sportplatz Oberloh habe man keinen Überblick beim Einbiegen aus Richtung Oberloh kommend; zudem fehlten etwa 200 Meter vernünftiger Belag. Die Strecke Oberloh Richtung Schlink werde deutlich stark von Fußgängern und Radfahrern benutzt, es sei aber offensichtlich auch ein Schleichweg für Autos.

Der unterschiedliche Belag mit Resten von Bitumenbelag, Split und Schotter sei nicht ganz unproblematisch, hinzu kämen gefährliche Splitaufschüttungen. Der Weg Schlink-Biotop Richtung Schwimmbad "ist meiner Erkenntnis nach in Ordnung", so Leist.


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