Reibungslose Teamarbeit demonstriert
02.09.2010 - RIEDELBACH
Bei kreisübergreifender Alarmübung löschen die Wehren gemeinsam einen „Waldbrand“
/ MAULOFF (bt). Die ersten Sirenen heulten auf. „Boden- und Stammbrand“, hörte man die Stimme Andreas Hennigs, Zugführer der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Riedelbach, aus den Funkgeräten der Einsatzkräfte rauschen. Die Brandbekämpfer aus den Ortschaften Mauloff, Riedelbach, Reichenbach, Niederems, Steinfischbach sowie Bermbach wurden mobilisiert, um einem vermeintlichen Brandherd in der Gemarkung Tenne-Riedelbach-Mauloff den Garaus zu machen. Wahrlich ein Großeinsatz, denn ein kleiner Waldbrand kann schnell außer Kontrolle geraten. Doch für die Brandbekämpfer bestand keine Gefahr.
„Kreisübergreifende Alarmübungen“, so Daniel Schnee, Wehrführer der FFW Riedelbach, seien eher selten. Doch die Gelegenheit war gut, um die Leistungsfähigkeit der rund 100 Frauen und Männer auf den Prüfstand zu stellen. Denn um einen Waldbrand zu löschen, insbesondere wenn er auf einer Kuppe liegt, bedarf es reibungsloser Teamarbeit. So erreichte gegen 18.10 Uhr eine taktische Einheit der Feuerwehr Riedelbach als erstes Fahrzeug die Tenne. Dann ging alles schnell: Wasser musste her, um das Feuer zu bändigen. Doch schwieriger gestaltete sich der Transportweg: Von angrenzenden Anschlüssen für Löschwasser galt es von Riedelbach und der Tenne knapp 1200 Meter C-Rohre zu verbinden. „Und wir müssen den Wasserdruck bereitstellen“, erläuterte Wehrführer Schnee. Denn immerhin wollten 104 Höhenmeter überwunden werden. Für die Mitglieder der Feuerwehren hieß das: Zu Fuß, in voller Montur den Fahrzeugen hinterhertrotten, um die Schläuche korrekt auszurichten und mit den vier Pumpstationen zu verbinden - immer mit einem Auge auf die Wasserdruckanzeige.
Während talwärts die Kollegen mit dem Aufbau der Wasserwege beschäftigt waren, wurde auf der Kuppe der fiktive Brand gesichtet und mit dem Wasser aus zwei Löschfahrzeugen bekämpft. Aber wirklich brennen tat hier nichts. Dennoch stellten sich alle Beteiligten mit dem nötigen Ernst dem Szenario.
„Die Windrichtung begünstigt den Brand“, erläuterte Hennig. So galt es dann gleich mehrere Brandherde zu löschen - erst mit dem Wasser aus den Löschfahrzeugen, dann mit einer unerschöpflichen Versorgung aus dem Tal. Für die Zweiergruppen an den Löschspritzen hieß es dann: „Wasser marsch!“
Doch die Verschnaufpause währte nicht lange. Denn sobald die Einsatzleitung die ersehnte Entwarnung gab, galt es für alle Beteiligten, das schwere Gerät abzubauen und zu reinigen. Richtig entspannen konnten sich die Mitglieder der Feuerwehren aber erst bei der Manöverkritik im Feuerwehr-Gerätehaus in Riedelbach. Hier gab es nämlich nicht nur Speis und Trank, sondern auch Lob für den reibungslosen Ablauf der Alarmübung.