Weltgebetstag der Frauen auch in Gemünden gefeiert
(sn). In einer Stunde nach Afrika und zurück, so wurde er im Gemeindebrief angekündigt. Und es passte genau. Der Gottesdienst zum Weltgebetstag, den die Frauen aus Gemünden und Rod an der Weil in der Gemündener Kirche unter dem spirituellen Thema "Alles, was Atem hat, lobe Gott" abhielten, dauerte fast genau eine Stunde.
Aus Kamerun, das "Afrika im Kleinen" genannt wird, kam in diesem Jahr die Liturgie für den Weltgebetstag der Frauen, der weltweit am selben Tag begangen wird. In bunten Gewändern aus Kamerun zogen Astrid Klamann, Gerlinde Brandt, Gisela Hasselbächer, Monika Rüßmann, Renate Uhrig, Tanja Ott und Petra Ott tanzend in die mit farbenfrohen Tüchern geschmückte Kirche ein. Die Mischung aus Orgelmusik mit Trommeln stimmte auf den schwarzen Kontinent ein. Abwechselnd lasen die Frauen aus der vorgegebenen Liturgie vor, während Ute Bruchmann jeweils die Abschnitte ankündigte. Es gab Informationen zum Land Kamerun, das alle Landschaften beinhaltet, die in Afrika vorkommen - Strände, Flüsse, Wüsten, Berge, Regenwälder und Savannen. Durch die ethnische Vielfalt aus 250 Volksgruppen sind auch sehr viele verschiedene Religionen und Konfessionen vertreten, die friedlich miteinander umgehen. Da gab es Lieder mit eingängigen Melodien aus Kamerun, so dass das Dutzend Frauen, die nach Gemünden gekommen waren, schnell mitsingen konnten. "Bei uns in Kamerun wissen sich auch die Menschen, die verwaist, behindert, verwitwet oder von HIV/AIDS betroffen sind von Gott begleitet im Tal der Todesschatten", hieß es in der Litanei des Lobpreises. Und da gab es eine Lesung aus der Apostelgeschichte, in der es um eine ausgebeutete Sklavin ging. Denn auch in Kamerun leben die Mädchen unter schlechten Bedingungen. Jede Ausgabe für sie werde als Vergeudung angesehen, denn sie würden als Besitz eines anderen, nämlich ihres zukünftigen Ehemannes betrachtet. Zwischen den einzelnen Abschnitten spielte Petra Ott kurze Sequenzen auf der Djembe, einer afrikanischen Trommel. Im Hintergrund lief eine Diaschau, die Einblicke in das Leben in Kamerun gab. Nach Schlussgebet, Sendung und Segen luden die Frauen, die den Gottesdienst gestaltet hatten, ihre Gäste zu einem Imbiss mit Spezialitäten aus Kamerun ein.
www.weltgebetstag.de