Daniela Pompe ist die neue Geschäftsführerin des Taunus Touristik Service
(bu). Der Taunus ist mehr als nur der Große Feldberg. Das vergisst, wer unterm Gipfel lebt. Denn zum Taunus gehören ebenso die Weinberge im Rheingau. Daran erinnerte Main-Taunus-Landrat Bertold Gall, der gemeinsam mit seinem Hochtaunus-Kollegen Ulrich Krebs die neue Geschäftsführerin des Taunus Touristik Service e.V. vorstellte. Für sie gilt es, die Destination Taunus als "Dachmarke zu stärken", wie die 35-jährige Daniela Pompe formulierte.
Ab 1. November wird sie als Nachfolgerin von Almut Boller die Geschicke des Taunus Touristik Service leiten. Pompe ist zugleich als Fachbereichsleiterin des Fachbereichs Tourismus des Hochtaunuskreises tätig.
"Wir haben mit Daniela Pompe eine Mitarbeiterin gewinnen können, die über eine große Erfahrung im Marketing verfügt. Mit ihr werden wir unseren Taunus als Naherholungsgebiet für Gäste von nah und fern etablieren können", ist Landrat Ulrich Krebs sicher. Wobei Krebs vor allem die unmittelbare Nähe zum Ballungsraum als Potenzial für die Region wertet.
Die 35-jährige, verheiratete Kommunikationswirtin hat einschlägige Erfahrungen mit der Einführung und Etablierung von Marken und Produkten für den Tourismus gesammelt. Von der Planung, Konzeptentwicklung und Umsetzung der Marketing- und Kommunikationsaktivitäten über das Veranstaltungsmanagement bis hin zur Budgetverwaltung hat sie dabei die Projekte verantwortlich betreut, wie Krebs erläuterte.
Daniela Pompe ist in Kelkheim geboren und aufgewachsen. Heute lebt sie in Frankfurt - "noch", wie sie feststellte. In ihrer Freizeit macht sie als Mitglied einer internationalen Gruppe in Frankfurt Neubürgerinnen und Neubürger aus aller Welt mit der Region vertraut.
Die Stelle war öffentlich ausgeschrieben. Von den rund 50 Bewerberinnen und Bewerbern wurden elf zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, vier davon kamen in die letzte Runde.
"Daniela Pompe hat durch ihre Persönlichkeit, ihre Kreativität und ihren Bezug zum Taunus überzeugt", berichtet Main-Taunus-Landrat Berthold Gall, stellvertretender Vorsitzender des TTS. Sie stehe nun vor der Herausforderung, die Kräfte des Main-Taunus-Kreises und des Hochtaunuskreises weiter zu bündeln, um den Taunus als "gemeinsamen Erlebnis-, Bewusstseins- und Tourismusraum" zu stärken. Es gehe nicht darum, ein eigenes Angebot zu machen, sondern Vorhandenes zusammenzufassen. Für die neue Geschäftsführerin steht eine Überarbeitung des Internetauftritts an erster Stelle. Mehr Serviceangebote wie direkte Buchungsmöglichkeiten müssten dort eingebaut werden.
Der Taunus Touristik Service wird durch den Hochtaunuskreis und den Main-Taunus-Kreis sowie durch 32 Mitgliedsstädte und -gemeinden getragen. Darüber hinaus fördern Hotel- und Gaststättenverbände, Vereine, die Industrie- und Handelskammer und Freizeiteinrichtungen die Arbeit des regionalen Tourismusverbandes.
Der Taunus Touristik Service ist als Verein organisiert und im Vereinsregister beim Amtsgericht Bad Homburg eingetragen. In einem dreijährigen Turnus wählt die Mitgliederversammlung den Vorstand, bestehend aus einem Vorsitzenden, zwei Stellvertretenden Vorsitzenden und neun weiteren Vorstandmitgliedern. Dem Vorstand gehört zudem die Geschäftsführerin an. Vorsitzender ist Landrat Ulrich Krebs (Hochtaunuskreis), den stellvertretenden Vorsitz haben Landrat Berthold R. Gall (Main-Taunus-Kreis) und Gertrud Stöckl (Vorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes Taunus) inne.
In der Geschäftsstelle im Landratsamt Bad Homburg und im Infozentrum am Marktplatz des Freilichtmuseums Hessenpark in Neu-Anspach arbeiten neben der Geschäftsführerin noch drei Angestellte und drei Auszubildende sowie Honorarkräfte. Laut Krebs stehen rund 400 000 Euro im Jahr zu Verfügung.