Willensstark zurück ins Cockpit
21.05.2010 - WETTER
Querschnittsgelähmter Elmar Fischer startet wieder bei Wettbewerben - Immer mit Sicherheitspilot am Himmel unterwegs
Leider war der Hahnweide-Wettbewerb mit sehr schlechtem Wetter, viel Regen und Kälte „gesegnet“. So kam es an fünf Tagen zur „Neutralisation“, nur an dreien konnte das Duo Fischer/Moses mit dem Duo XLT (das neueste Flugzeug des Vereins) an den Start gehen. Am ersten Tag schaffte man die gestellte Aufgabe - ein Dreick von nur 205 Kilometern Länge (schon an dieser kleinen Aufgabe ersieht man die schlechten Wetterbedingungen) - mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 88 Stundenkilometern. Was immerhin Platz sechs von 24 Teilnehmern bedeutete.
Spannender Wettkampf
Am zweiten Tag kam das Feld zwar noch in die Luft, wurde aber dort wegen Wetterverschlechterung neutralisiert, musste also unverrichteter Dinge wieder zurück und landen. Am vierten Tag kam der dritte und letzte Flug zustande. Fischer/Moses schafften mit nur 97 Kilometern die geforderten 145 Kilometer zwar nicht, konnten aber dank des eingebauten Hilfstriebwerkes („Turbo“) eine Ackerlandung vermeiden und zum Flugplatz zurückkehren. Auch dieser Flug wurde später nicht gewertet, da zu viele Teilnehmer die Minimalstrecke von 100 Kilometern nicht geschafft hatten - die Sportordnung fordert 25 Prozent.
„Es war spannend, gerade der Wechsel von brauchbarem zu schlechten Wetter. Oben auf der Alb war es manchmal sogar gut“, so ein zufriedener Fischer, der im ersten Wettbewerb als Behinderter mit seinem Copiloten Gesamt-Sechster wurde - eine ausgezeichnete Leistung. „Und die Gewissheit, dank des Motors abends nach Hause zu kommen, war doch eine große Beruhigung.“ Denn normalerweise landen Segelflieger bei ausbleibender Thermik auf Äckern. Was zwar nicht gefährlich ist, aber das Abbauen des Flugzeugs auf dem Feld und die sich anschließende stundenlange Rückholaktion per Hänger, die möchte Fischer heute lieber nicht mehr erleben.
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