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Flughafen Frankfurt: Fraport mit ernüchternder Prognose für den Sommer-Urlaub

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Von: Lucas Maier

Reisegäste gehen an einem Flughafen zum Abflugterminal.
Reisegäste gehen an einem Flughafen zum Abflugterminal. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Am Flughafen Frankfurt kann es weiter zu längeren Wartezeiten oder sogar Flugausfällen kommen. Fraport will bis Ende des Jahres 1000 neue Mitarbeiter einstellen.

Frankfurt/Main – Am Flughafen Frankfurt müssen Passagiere im bevorstehenden Reisesommer 2022 Geduld mitbringen. Flughafenbetreiber Fraport rechnet mit Problemen bei der Abfertigung der Flugzeuge, da weiterhin nicht 100 Prozent des Personals zur Verfügung stünden.

Der Hochlauf des Flugverkehrs aus der Corona-Flaute laufe sehr schnell, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte am Dienstag (24. Mai) bei der Hauptversammlung des MDax-Konzerns in Frankfurt.

Urlaub im Sommer: Flüge am Flughafen Frankfurt könnten gestrichen werden

Er rechne im Sommer mit 70 bis 75 Prozent des Passagieraufkommens aus der Vorkrisenzeit, wobei es zu sehr starken Betriebsspitzen komme, sagte Schulte. Er entschuldige sich für die nicht immer gute Qualität der Dienstleistungen.

Der Fraport-Chef kündigte an, in enger Abstimmung mit den Airlines wie bereits zur Osterzeit den Flugplan zu entzerren. Flüge müssten verschoben oder auch ganz gestrichen werden, um Chaos am Flughafen Frankfurt zu vermeiden. Zu Ostern hatte der Hauptkunde Lufthansa bereits mehr als 100 Flüge gestrichen, um den Betrieb aufrecht zu erhalten.

Auch andere europäische Flughäfen hatten beim Hochlauf des Betriebs erhebliche operative Probleme. Ein wesentlicher Grund ist der Personalmangel bei Flughäfen, Airlines und Dienstleistern. In der Corona-Krise hatten zahlreiche Unternehmen ihre Belegschaften verkleinert und haben nun Probleme, neue Kräfte zu gewinnen. Fraport will im laufenden Jahr 1000 neue Mitarbeiter einstellen.

Video: Tourismusbranche hofft auf den Sommer

Flughafen Frankfurt: Im Sommer wird sogar der Vorstand mit anpacken

Fraport wirbt auch mit der Hilfe von Personaldienstleistern im europäischen Ausland Mitarbeiter an, so Schulte gegenüber der dpa. Es sei jedoch nicht möglich, mehr als 100 neue Leute im Monat einzustellen. Denn alle Mitarbeitenden müssten erst Sicherheitsüberprüfungen ablegen und angelernt werden.

Deshalb würden im Sommer auch Verwaltungsmitarbeiter bei der Abfertigung mitarbeiten. Mit dabei sein soll auch der Vorstand. Mittelfristig müsse man sich flexibler aufstellen, da sich mit zunehmender Bedeutung des Freizeitverkehrs in den Sommermonaten die Nachfrage überproportional erhöhe. (Lucas Maier mit dpa)

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