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„Wie die Jungfrau zum Kind“: Roberto Blanco wurde spontan CSU-Ehrenmitglied – und konnte nicht nein sagen

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Von: Jonas Erbas

Schlagerstar Roberto Blanco bei „Riverboat“ (MDR), daneben bei einer Veranstaltung mit CSU-Urgestein Edmund Stoiber (Fotomontage)
Roberto Blanco ist seit den 1980ern stolzes CSU-Ehrenmitglied und mit Parteigrößen wie Edmund Stoiber oder Ilse Aigner eng vertraut – dabei kam er zu der Würdigung „wie die Jungfrau zum Kind“, wie er bei „Riverboat“ im MDR verriet (Fotomontage) © Screenshot/MDR/Riverboat & Tobias Hase/dpa

Bereits seit den 1980er-Jahren ist Roberto Blanco Ehrenmitglied der CSU. Noch heute hat der Schlagerstar ein gutes Verhältnis zu vielen Parteigrößen. Bei „Riverboat“ im MDR berichtete der „Ein bisschen Spaß muss sein“-Interpret nun noch einmal davon, wie es einst zu der großen Würdigung kam.

Leipzig - Mit seinen 85 Jahren zählt Roberto Blanco mittlerweile zu den dienstältesten Schlagerstars des Landes (alle Schlagernews im Überblick) – da gibt es immer reichlich zu erzählen! So auch bei „Riverboat“ im MDR: In dem Freitagabendtalk ließ die Unterhaltungsgröße noch einmal den Moment Revue passieren, als er in den 1980ern die CSU-Ehrenmitgliedschaft verliehen bekommen hatte. Abzulehnen kam damals für ihn keine Sekunde infrage.

Roberto Blanco seit 1980ern CSU-Ehrenmitglied – Schlagerstar von Franz Josef Strauß persönlich geadelt

Für Roberto Blanco (die erfolgreichsten Schlagersänger aller Zeiten) steht eines ganz klar fest: Zu seiner CSU-Ehrenmitgliedschaft sei er einst „wie die Jungfrau zum Kind“ gekommen, so der 85-Jährige bei „Riverboat“. Er habe damals bei einem Parteitreffen lediglich für politische Größen, darunter dem damaligen CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß (†), gesungen – dabei fiel jedoch ein legendärer Satz, mit dem der Volksmusiker wohl alle Anwesenden überraschte.

Schlagerstar Roberto Blanco bei „Riverboat“ (MDR)
/ © Screenshot/MDR/Riverboat

„Bei meinem Auftritt war die Halle voll. In der Mitte meiner Songs habe ich gesagt, ich weiß, warum man mich engagiert hat: Wir Schwarzen, wir müssen zusammenhalten“, erinnert sich der „Ein bisschen Spaß muss sein“-Sänger an den Moment, der „wie eine Bombe“ eingeschlagen sei. Franz Josef Strauß und der damals ebenfalls anwesende Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl (†) seien daraufhin zu ihm auf die Bühne gekommen, hätten ihn umarmt und sofort die Ehrenmitgliedschaft in der Landespartei angeboten.

Roberto Blanco wollte CSU-Würdigung nicht ablehnen – Schlagerstar möchte „leben und leben lassen“

Roberto Blanco (die Künstlernamen der großen Schlagerstars und ihre echten Namen) nahm selbstverständlich an – denn abzulehnen, das sei für ihn keineswegs eine Option gewesen, wie man noch heute deutlich an seiner Reaktion merkt: „Hätte ich auf der Bühne nein sagen sollen?“ Seine politische Haltung kommuniziere der Schlagersänger allerdings nicht offen. Für ihn stehe ein Miteinander nach dem Prinzip „Leben und leben lassen“ im Vordergrund.

Auch für einen anderer Schlagerstar ereignete sich in den (späten) 1980ern ein Moment, den er nie vergessen wird: Am 1. Juli jährte sich Stefan Mross‘ Grand-Prix-Sieg zum 33. Mal – dafür bedankte sich der Volkmusiker nicht nur seinen Fans, sondern auch bei seinen Neidern. Verwendete Quellen: Riverboat (MDR, Folge vom 1. Juli 2022)

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