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Adventstreffen abgesagt

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Rod an der Weil (as). Der Roder Weihnachtsmarkt ist bereits zum zweiten Mal ausgefallen - und auch die seit Langem sehr beliebten »Adventsfenster« wurden in diesem zweiten Corona-Winter nicht aufgestoßen. Nun hat der Ortsbeirat Rod an der Weil auch das vorsorglich terminierte Treffen am Vorabend des dritten Advent im Weilpark rund um die neue Grillkota abgesagt.

Einstimmig befand das Ortsteilparlament, dass es das falsche Signal wäre, als Ortsbeirat Menschen in dieser Zeit völlig ungewisser Pandemieverläufe zum Feiern einzuladen und ihnen damit ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln, wonach mit 2G oder 3G schon nichts passieren würde, wenn man sich nicht gerade glühweinselig in den Armen liege. »Das können wir nicht garantieren und deshalb können wir es als Ortsbeirat auch nicht riskieren«, sagte Ortsvorsteher Klaus Fuchs (FWG), der dringend davon abriet, das Adventsfest zu veranstalten.

Nicht auf Einladung des Ortsbeirats

Mario Lauth (FWG) sah das ganz ähnlich: »Wer meint, feiern zu können, soll feiern, aber nicht auf Einladung des Ortsbeirates.« Irgendwann nach ein paar Glühwein säßen sie einander dann doch in der Kota auf dem Schoß. Fuchs hatte Mühe, den Redefluss einer von dem Votum offenbar enttäuschten Bürgerin zu stoppen, die schon nach Hause gehen wollte, um die am Nachmittag vom Ministerpräsidenten frisch verkündeten neuen Corona-Beschränkungen, die solche Treffen in kleinem Rahmen zuließen, zu holen, weil ihr Handy im Saalbau Felsenkeller keinen Empfang hatte.

Am Mittwoch gab es dann in den sozialen Medien den einen oder anderen bedauernden Kommentar. Unter anderem hieß es da, dass »die Zahlen ja schon wieder runtergehen«, warum sollte man sich also nicht auf einen Glühwein treffen können?

War man sich im Ortsbeirat bei der Entscheidung, das Adventstreffen abzusagen und das öffentliche Leben in Rod an der Weil noch weiter einzubremsen, absolut einig, gab es in der Frage, ob dies bei Tempo 30 auf der Weilstraße auch so sein soll, durchaus unterschiedliche Betrachtungsweisen, aber auch Erwartungen.

Keine Mehrheit für ein Tempolimit

Für ein generelles Tempolimit auf 30 vom Kreisel bis zur Grundschule gab es im Ortsbeirat keine Mehrheit. Wichtig sei vor allem, dass auf allen Seitenstraßen »30« gelte. Reimund Moses (FWG) hielt es für ausreichend, Tempo 50 beizubehalten, wenn alle maximal so schnell führen, sei das in Ordnung, man müsse das aber auch häufiger kontrollieren. Moses schlug außerdem vor, am Kreisel aus Richtung Ziegelhütte einen Zebrastreifen zu fordern, weil sehr viele Autofahrer deutlich zu schnell daherkämen.

Allerdings wurde Moses von Mario Lauth in seinem Optimismus etwas gebremst. Die Richtlinien zum Bau von gesicherten Fußgängerüberwegen seien nur schwer zu erfüllen. Ähnliche Sorgen treiben Lauth aber auch um. So sei immer wieder zu beobachten, dass Pendler, »meistens mit LM-Nummern«, schon sehr flott von Hasselbach zum Kreisel herunterkämen und dann viel zu schnell rechts in Richtung Usingen abbögen.

Das untere Stück der L3030 auf Tempo 30 herunterzuregeln, sei deshalb durchaus eine Überlegung wert, sagte Lauth, bekam für seinen Vorschlag aber keine Mehrheit.

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