An einem Strang ziehen

Wehrheim (cju). 2G im Einzelhandel: Was halten eigentlich die betroffenen Geschäfte davon? Nachgefragt bei den Händlern in Wehrheim.

Lebensmittelgeschäfte wie das Käsehaus in der Wehrheimer Mitte oder Obst-Dieter sind von der 2G-Regelung nicht betroffen. Sie können wie bisher ihre Waren verkaufen. Auch die großen Lebensmittelhändler wie Edeka oder Rewe haben in diesem Punkt keine Probleme. Allerdings wird darauf geachtet, dass die Kunden nicht allzu dicht aufeinanderfolgen. Außerdem herrscht in den Geschäften nach wie vor Maskenpflicht.

Bei Spielwaren Wagner dagegen ist Chefin Kerstin Keßler damit beschäftigt, die Vorgaben der Landesregierung für ihr Geschäft umzusetzen. Ab Montag gelten die neuen Regeln und sie schaut, wie sie die 2G-Vorgaben am besten in den Alltag integrieren kann. »Wir müssen das machen«, sagt sie. Aber es diene der Sicherheit aller, die bei ihr am Stadttor einkaufen kommen. Keßler hofft nur, dass nicht ständig andere Regelungen gelten, die es dann binnen kurzer Zeit umzusetzen gilt. Seitens des Gewerbevereins gibt es keine Empfehlungen oder Hinweise, wie einer der beiden Vorsitzenden, Markus Rühl, auf Nachfrage mitteilt. »Wir haben kaum Einzelhandel in unseren Mitgliedsreihen und sind außerdem davon überzeugt, dass diese das alles selbst hinkriegen.« Auch Andreas Vongries als weiterer Vorsitzender ist der Meinung, dass die Medien so viel berichten, dass jeder ausreichend informiert ist.

Bei Elektro-Wagner zeigt man sich ebenfalls einsichtig: »Wir müssen alle an einem Strang ziehen. Wir wollen das Virus doch endlich loswerden«, formuliert es Cornelia Wagner. Ab Montag werde ein Schild an der Ladentür darüber informieren, dass nur noch jene Einlass erhalten, die 2G erfüllen. »Ich hoffe, dass die Kunden keine stundenlangen Diskussionen mit meinen Verkäuferinnen führen werden. Denn wir werden konsequent kontrollieren«, so Wagner weiter.

In der evangelischen Buchhandlung ist Monika Bergmann ganz entspannt: »Die 2G-Regel gilt für den Buchhandel nicht.« Sie wird also wie bisher mit Maske ihre Kunden bedienen.

Die 2G-Regel bedeutet, dass lediglich Geimpfte oder Genesene Einlass in ein Geschäft des Einzelhandels finden. Auch für kulturelle Veranstaltungen gilt dies.

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