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Menschen, deren zweite Corona-Impfung bereits sechs Monate her ist, haben nun die Möglichkeit auf eine dritte Spritze.

Kampf gegen Corona-Pandemie

Booster-Impfung empfohlen: Hochtaunuskreis rät zur dritten Spitze

Die Inzidenz der Corona-Fälle steigt auch im Hochtaunuskreis. Nun ruft der Verwaltungsstab »Corona«, sich eine Booster-Impfung abzuholen - etwa an drei dezentralen Impfzentren im Kreisgebiet.

Hochtaunuskreis (red). Die Inzidenz der Covid-19-Fälle der vergangenen sieben Tage je 100 000 Einwohner beträgt für den Hochtaunuskreis am 4. November laut RKI 142,4. 513 aktive Corona-Fälle sind derzeit im Landkreis gemeldet. Im Verwaltungsstab »Corona« des Hochtaunuskreises, wurden die nur schleppenden Auffrischungsimpfungen sowie die steigenden Inzidenzen diese Woche zum zentralen Thema.

»Sofern die letzte Corona-Schutzimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt, sind Bürger, dazu aufgerufen, sich mit einer Auffrischungsimpfung weiterhin zu schützen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) hat hierzu für über 70-jährige sowie Menschen mit Vorerkrankungen und alle, die bislang nur mit den Impfstoffen von Johnson und Johnson oder AstraZeneca geimpft wurden, eine deutliche Empfehlung ausgesprochen,« sagte Erster Kreisbeigeordneter und Gesundheitsdezernent Thorsten Schorr. Das Bundesgesundheitsministerium empfehle die dritte Impfung auch allen Menschen ab 60 Jahren und allen anderen, deren zweite Impfung ein halbes Jahr zurückliegt, bei Johnson und Johnson und AstraZeneca sogar schon nach vier Wochen.

Die kalte Jahreszeit hat begonnen und die Corona-Zahlen steigen. Im zurückliegenden Monat wurden insgesamt 809 Corona-Infektionen gemeldet, allein in den letzten Oktoberwochen haben sich die Fallzahlen dann fast verdoppelt. Ein Anstieg, der sich auch im Inzidenzwert widerspiegelt.

Auch Mitarbeiter im Gesundheitswesen sowie Pflegepersonal sollten ihren Impfschutz auffrischen lassen, da dies Studien zufolge auch vor einer Weitergabe der Infektion besser schützt. Dr. Sapoutzis, stellvertretender Leiter des Kreis-Gesundheitsamtes, erläutert: »Die Erfahrungen zeigen ganz klar, dass geimpfte Menschen mit einer Booster-Impfung besser vor schweren Verläufen geschützt sind als Ungeimpfte.« Dass mit einer höheren Zahl an Geimpften auch die Zahl der Impfdurchbrüche steige, sei normal.

»Von Impfdurchbrüchen spricht man, wenn es trotz eines vollständigen Impfschutzes zu einer Infektion kommt. In den meisten Fällen verläuft diese dann aber deutlich milder als ohne Schutzimpfung. Erkenntnisse belegen, dass insbesondere bei Vorerkrankten und älteren Personen der Impfschutz gegen das Coronavirus nach fünf bis sechs Monaten abnimmt. Deshalb ist eine Auffrischungsimpfung so wichtig.« Viele niedergelassene Ärzte im Landkreis böten die Booster-Impfung an, so Sapoutzis.

Ergänzend habe der Hochtaunuskreis drei kleine dezentrale Impfzentren in den Hochtaunus-Kliniken in Bad Homburg, Usingen und Königstein. Dort könne sich jeder, der das möchte, online oder telefonisch einen Termin buchen und sich die erste, zweite oder dritte Impfung geben lassen.

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