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Der Hessenpark in Neu-Anspach ist ein beliebter Ort zum Heiraten. Das Standesamt im Freilichtmuseum ist in einer ehemaligen Schulhofreite aus dem Westerwald.

Brautpaare stehen in den Startlöchern

Hochtaunuskreis. Auch Brautpaare gehören zu den Leidtragenden der Coronavirus-Pandemie, mussten doch viele Hochzeiten auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Doch dass in diesem Jahr mit dem 2. 2. 22 (Mittwoch) und dem 22. 2. 22 (Dienstag) gleich zwei Schnapszahl-Daten anstehen, ist schon etwas besonderes.

Am Dienstag, 22. Februar, werden im Standesamtbezirk Usingen/Neu-Anspach, zudem seit 2019 Schmitten und Grävenwiesbach gehören, ausnahmsweise vor- und nachmittags Brautpaare getraut. Es wurden ab Anfang November Termine angeboten, die waren sehr schnell weg, sagt Standesbeamtin Ann-Kathrin Haag. »Wir haben an diesem Tag vier Trauungen, einmal am Vormittag und am Nachmittag. Es gibt keine freien Termine mehr«, erklärt Haag. Dafür gibt es am Mittwoch, 2. Februar, also am 2. 2. 22 noch Termine. An diesem Datum findet bisher nur eine Trauung statt.

Sehr beliebt sind Hochzeiten an Samstagen. Dann trauen die Standesbeamtinnen, einzelne Tage übernehmen auch die Bürgermeister von Usingen, Neu-Anspach und Grävenwiesbach, etwa im Hessenpark, in der Hugenottenkirche in Usingen oder in den Trauzimmern der Rathäuser Neu-Anspach und Grävenwiesbach. Eine Samstagstrauung im Rathaus Schmitten ist nicht möglich. Dort finden Trauungen nur unter der Woche statt.

Heiraten auf dem Großen Feldberg

Neu hinzugekommen sind sechs Samstagstermine auf Schloss Kransberg. Am 28. Mai, 25. Juni, 23. Juli, 20. und 27. August sowie am 24. September können sich die Brautpaare auf dem Schloss (jeweils um 13 Uhr) das Jawort geben. Davon sind allerdings schon vier Termine belegt, erklärt Mathias Schnorr, Leiter des Amts Bürgerservice, der auch selbst Brautpaare traut. Auf dem Schloss konnten Paare in der Vergangenheit schon heiraten, dann gab es ein Nutzungsverbot des Kreisbauamtes, das aber 2020 wieder aufgehoben wurde - und »dann kam Corona«, sagt Schnorr.

Und natürlich gab es auch schon Anfragen für Trauungen im neuen Feldberghaus (ehemals Feldberghof) auf dem höchsten Gipfel des Taunus. Die Gastronomie soll nach 30-monatiger Sanierung am Donnerstag, 3. Februar, wiedereröffnet werden. Ob und wann man dort in diesem Jahr auch standesamtlich heiraten kann, darüber kann das Standesamt aber noch keine Auskünfte geben. »Sobald auf dem Feldberg wieder Hochzeiten von uns angeboten werden können, informieren wir auf dieser Homepage«, heißt es.

Drei Termine pro Samstag

Eheschließungen in Usingen, Neu-Anspach, Schmitten und Grävenwiesbach finden samstags um 11, 12 und 13 Uhr statt. Falls die Standesbeamten an einem Samstag mehrere Locations anfahren, können die Zeiten eventuell um eine halbe Stunde variieren. Insgesamt werden maximal drei Termine an einem Samstag vergeben. Unter der Woche können sich Brautpaare von Dienstag bis Freitag trauen lassen. An Nachmittagen jedoch nur mittwochs und donnerstags. Letzter Termin ist dann um 15 Uhr. Freitags ist grundsätzlich um 12 Uhr der letzte Termin.

Brautpaare werden darum gebeten, sich mit den drei Standesbeamtinnen in Verbindung zu setzen (telefonisch während der Sprechzeiten bis Freitag, 8 bis 12 Uhr): Kirstin Schmidt (Tel. 0 60 81/10 25-34 11 oder kirstin.schmidt@neu-anspach.de), Anette Schaub (Durchwahl -34 10 oder anette.schaub@neu-anspach.de) und Ann-Kathrin Haag (-34 12 oder ann-kathrin.haag@neu-anspach.de). Pro Paar werde grundsätzlich nur einen Termin reserviert. Bei persönlicher Vorsprache genügt es, wenn einer der Eheschließenden vor Ort ist. Die Anrufer sollten auf jeden Fall ihre Kontaktdaten (Namen, Adresse, Telefonnummer, E-Mail) bereithalten.

Standesamt-Team soll größer werden

Die Brautpaare erhalten nach der telefonischen Reservierung eine vorläufige Terminbestätigung per Post. Diese Schreiben verschickt das Standesamt in der Woche der Terminvergabe und es enthält auch weitere Informationen zur Vorgehensweise.

Das Team der Standesbeamten soll künftig übrigens wieder vierköpfig sein, dafür laufen aktuell die Vorstellungsgespräche. Schnorr: »Wir hoffen, dass wir das Team zum 1. April wieder komplementieren können.«

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