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Chancengleichheit nicht verwirklicht

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Hochtaunus (red). Auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist die Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern nach wie vor nicht angekommen. Dies spiegelt sich auch in sämtlichen Statistiken der Grundsicherung für Arbeitsuchende wieder.

Die 16 hessischen Kommunalen Jobcenter setzen sich täglich für eine Chancengleichheit von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt ein. Auch genau dafür ist in jedem kommunalen Jobcenter die Stabsstelle einer Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt installiert. Diese unterstützt und berät in Fragen der Gleichstellung von Frauen und Männern, der Frauenförderung sowie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei beiden Geschlechtern.

Chancengleichheit endet nicht vor dem Besuchertisch. Die hessischen kommunalen Jobcenter gehen mit sehr gutem Beispiel voran. So sind dort mehr als zwei Drittel der Beschäftigten Frauen. Auch im Bereich der Führungskräfte hat sich dort in den letzten Jahren ein deutlicher Wandel vollzogen. Waren vor zehn Jahren Frauen in Führungspositionen noch die Ausnahme, sind inzwischen über 50 Prozent der Führungskräfte weiblich. Das kommunale Jobcenter Hochtaunus bildet hier mit einer Frauenquote von 62 Prozent sowie einem Anteil von 56 Prozent in den Führungspositionen keine Ausnahme.

Kinderbetreuung als hohe Hürde

Um auch in Zukunft die Chancengleichheit voranzutreiben, steht das Kommunale Jobcenter Hochtaunus im ständigen Austausch mit seinen Netzwerkpartnern. Mit gemeinsamen Aktionen, wie zuletzt im Oktober mit einer Beratungsmesse für Frauen mit Migrationshintergrund, wird das Ziel verfolgt, Frauen über die vielfältigen Unterstützungs- und Beratungsangebote vor Ort zu informieren. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist beim kommunalen Jobcenter Hochtaunus bei der berufliche (Wieder-)Eingliederung ein zentraler Bestandteil geworden. Sei es durch das Angebot der Kinderbetreuung vor Ort bei der Teilnahme an einer Maßnahme oder die Unterstützung der betroffenen Familien bei der Organisation eines Betreuungsplatzes.

Eine passende Kinderbetreuung zu finden, ist häufig die entscheidende Hürde bei der Rückkehr in die Arbeitswelt. Mit gezielten persönlichen Ansprachen, Beratungsgesprächen sowie passgenauen Unterstützungen und Qualifizierungen stärken die kommunalen Jobcenter Frauen im SGB II-Leistungsbezug darin, (wieder) in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung Fuß zu fassen. Damit leisten die kommunalen Jobcenter ihren Beitrag für einen chancengleichen Arbeitsmarkt in Deutschland - ein Feld, auf dem auch in Zukunft noch einen großer Handlungsbedarf besteht. Dies immer gemäß dem Credo #Stark.Sozial.Vor Ort.

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