1. Startseite
  2. Lokales

Dem Schmied über die Schulter schauen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: red Redaktion

ualoka_TT_Sonntag-B_0712_4c_1
Das glühende Eisen wird unter den Schlägen des Schmiedehammers bearbeitet. © Red

Neu-Anspach (red). Was passt besser zu Weihnachten, als ein Besuch des Freilichtmuseums am Samstag und Sonntag, 25. und 26. Dezember, um sich die Beine zu vertreten und noch dem Schmied bei seinem Handwerk über die Schulter zu schauen? Denn da ist der Hessenpark von 10 bis 17 Uhr geöffnet, an beiden Tagen gibt es Schmiedevorführungen.

Der Schmied war einer der wichtigsten Handwerker im Dorf: Nur er konnte die in der Land- und Forstwirtschaft benötigten Arbeitsgeräte herstellen und reparieren; außerdem beschlug er die Zugtiere mit Hufeisen. Doch er hatte noch mehr anzubieten, zum Beispiel Nägel, Werkzeuge, Kuhketten oder Eisenteile für Wagen.

Früher gab es rund 70 Spezialisierungen

Einst gab es etwa 70 Spezialisierungen in diesem Beruf, darunter den Hufschmied, den Sensenschmied und den Kettenschmied. Heute gibt es keine klassischen Schmiede mehr, weil sich die Produkte industriell wesentlich billiger anfertigen lassen - und die Berufsbezeichnung Schmied wurde 1989 durch »Metallgestalter« ersetzt.

Was jeder Schmied für seine Arbeit brauchte, waren Hammer, Amboss und Zange sowie einen Blasebalg zum Aufheizen des Feuers und einen Wassereimer zum Abkühlen des Werkstücks. Die Arbeit in der Werkstatt war sehr hart, die Luft immer voller Rauch und die Wände rußgeschwärzt.

Vorführungen an drei Orten

Im Freilichtmuseum Hessenpark wird in der Schmiede aus Weinbach, der Schmiede aus Selters und im Hammerwerk aus Battenberg heute noch geschmiedet.

Wer Näheres über das alte Handwerk erfahren will und einem echten Schmied über die Schulter schauen möchte, kann sich am 25. und 26. Dezember in der Schmiede aus Selters im Freilichtmuseum Hessenpark einfinden.

Auch interessant