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Der »Flotte Elfer« verzichtet auf die Fastnacht

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Zum Kampagnestart am 11.11.2021 hatte der Flotte Elfer des Fanfarenzug Hundstadt noch eine Open-Air-Faschingsparty geplant. © Red

Grävenwiesbach-Hundstadt (aro). Traditionell wird am dritten Wochenende im Januar im Usinger Land die Fastnachtskampagne beim Flotten Elfer des Fanfarenzugs Hundstadt eröffnet. Doch die Corona- Pandemie verhindert auch in diesem Jahr die Auftritte des rasenden Reporters vom Usinger Anzeiger, des Protokollers Werner Ott oder der Stimmungskanone Sascha »Pülly« Schmidt.

Schweren Herzens verzichtet der Flotte Elfer wegen der Pandemie auf die Session und hat die geplante Faschingsparty am 12. Februar abgesagt.

Komitee-Sprecher Alfred Fröhlich und Fanfarenzug-Vorsitzenden Thomas Kinnett war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, als sie im Gespräch mit unserer Zeitung schweren Herzens die einmütige Entscheidung bekanntgaben. »Das Herz blutet uns mehr denn je bei dem Gedanken, dass wir noch vor zwei Jahren mitten in unseren Fremdensitzungen waren, aber es wäre sträflich in dieser Lage, eine andere Entscheidung zu treffen«, gab Kinnett einen bewegenden Eindruck in die Gemütslage der Hundstädter Narren.

Zur Fanfarenzug-Jahresversammlung im November 2021 hatte Komitee-Sprecher Fröhlich noch die Planungen vorgestellt, mit einer Open-Air-Party am Samstag, dem 12. Februar 2022, coronakonform Fastnacht feiern zu können.

Zunächst war Open-Air geplant

»Corona hat uns ausgebremst, denn keiner kann in die Glaskugel schauen, wie die Corona-Lage in vier Wochen aussehen wird«, stellte Fröhlich klar. Eine Absage drei Tage vorher wäre nicht in Frage gekommen.

Ohnehin hatte der Flotte Elfer die Faschingsparty nur im familiären Bereich mit einer Einladung an die Mitglieder und treue Anhänger geplant. Aber auch hierfür kann und will der Vorstand kein Risiko eingehen. »Wir hatten gehofft, dass es möglich wäre, coronakonform eine Plattform für gute Stimmung und Miteinander in der Fastnacht zu bieten, aber es sollte nicht sein«, so der Vereinsvorsitzende. Es sei unmöglich, hundertprozentigen Infektionsschutz der Besucher sicherzustellen.

Die Hundstädter befinden sich bei aller Enttäuschung in guter Gesellschaft mit den befreundeten Narren im Usinger Land: »Wir sitzen alle im gleichen Boot.« Sie versprechen die Rückkehr, sofern es die pandemische Lage zulassen wird. Das könne durchaus noch 2022 sein. In jedem Fall sollen im Januar 2023 die Fremdensitzungen der 29. Fastnachts-Kampagne des Flotten Elfers die Narrensaison im Usinger Land eröffnen.

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