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Demnächst soll auch in allen Schmittener Ortsteilen der Glasfaserausbau beginnen. (Symbolfoto)

Glasfaserausbau

»Der Start war gut - nun müssen wir zulegen«: Schmittener Koalition wirbt für Glasfaseranschluss

Die Schmittener Regierungskoalition wirbt für den Glasfaserausbau. Bis zum Stichtag am 11. Dezember müssen sich Interessierte melden. Vor allem drei Ortsteile hinken aktuell noch hinterher.

Schmitten (bur). Die Schmittener Koalition ruft Bürger zu einem vorausschauenden Handeln beim Thema Glasfaser auf. »Der Start war gut - nun müssen wir zulegen«, beschreibt Annett Fomin-Fischer von der b-now die ersten Wochen der sogenannten Nachfragebündelung.

Bis zum 11. Dezember können die Bürger sich bei der Deutschen Glasfaser für einen Anschluss ihres Hauses anmelden. Jedoch wird das privatwirtschaftliche Unternehmen einen Ausbau in den jeweiligen Ortsteilen nur durchführen, wenn sich mindestens 40 Prozent der Haushalte melden.

Die Koalition setze auf den Weitblick der Bürger. Am Ende könne es sonst so aussehen, dass nur die heute schlecht versorgten Ortsteile wie Seelenberg, Hegewiese, Treisberg, Hunoldstal, Brombach und Dorfweil die Grenze schafften.

In Kerngemeinde fehlen noch Meldungen

Die bevölkerungsstarken Ortsteile Schmitten, Ober- und Niederreifenberg hinkten aber hinterher. »Man hat das Gefühl, dass viele aus diesen drei Ortsteilen mit ihrer Anbindung aktuell zufrieden sind«, bewertet Karsten Ratzke, CDU, die Lage. Leistungen von 100 Mbit seien heute schon dort möglich. »Wir glauben aber, dass dies schon bald nicht mehr der Standard sein wird - und dann wird uns dort diese Technologie fehlen«, mahnt er. Neben dem Blick auf die Ortsteile bemerkt die Koalition auch Unterschiede bei den Altersgruppen. »Für die Menschen mit Homeoffice und Jugendlichen im Haushalt ist das Thema Glasfaser positiv besetzt. Viele Ältere sind deutlich skeptischer. Wobei gerade in dieser Altersgruppe das Thema Telemedizin in den kommenden Jahren immer wichtiger werden wird. Diese Anwendungen haben einen noch höheren Bandbreitenbedarf als zum Beispiel Streaming-Dienste«, zeigt Matthias Kluber von den Schmittener Grünen auf.

Das Thema Glasfaser sei also gerade für ältere Bürger eine Investition in deren unmittelbare Zukunft. Die rege Diskussion in verschiedenen Facebook-Gruppen zeige, wo Probleme lägen. Die meisten Fragen ließen sich untereinander klären.

Für Detailfragen bleibe ein Besuch bei den von der Deutsche Glasfaser angebotenen Terminen in Arnoldshain (freitags 16 bis 19 Uhr) und in der Jahrtausendhalle in Oberreifenberg (donnerstags 16 bis 19 Uhr).

Bei Anmeldung bis 11. Dezember entfallen die Anschlusskosten

»Wir haben aber auch das Gefühl, dass es vielen nicht gefällt, dass sie keine Auswahl zwischen verschiedenen Anbietern haben. Das ist einerseits verständlich, gleichzeitig aber nicht zu ändern, da es nur einen Anbieter gibt«, erläutert Fomin-Fischer. Die anderen Anbieter von Glasfaser hätten sich schlichtweg entschieden, nicht in Schmitten zu investieren. »Letztlich haben wir das an vielen Stellen: eine Tankstelle, zwei Lebensmittel-Vollsortimenter. Aber es ist immer die Entscheidung der Unternehmen.«

Die Gemeinde versuche natürlich im Rahmen der Gewerbeansprache für eine gute Versorgung zu sorgen. Und dabei habe es Schmitten mit der Deutschen Glasfaser gut getroffen. Schließlich sei diese mit deren Technologie offen und ermögliche in der Zukunft auch anderen Anbietern die Nutzung ihrer Netze, wenn auch nicht von Anfang an.

»Die Kosten muss sich jeder genau durchrechnen«, gibt Kluber einen Tipp. Im ersten Moment wirkten diese eher hoch. Jedoch beinhalte das Glasfaser-Angebot auch Telefonie. Die heute anfallenden Kosten für Telefon und den DSL-Internetanschluss würden also eingespart. Und: Die Kosten für die Leitungslegung ins Haus würden für Anmeldungen bis zum 11. Dezember durch die Deutsche Glasfaser übernommen. Hier könne man Kosten sparen, die sonst im Durchschnitt bei rund 750 Euro liegen dürften.

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