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Digitale Wasseruhren in Wehrheim

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Wehrheim (inf). Das Wasserablesen könnte in Wehrheim bald vollständig digital ablaufen. Und zwar über den Einbau von Funkmessgeräten, die binnen sechs Jahren gemäß dem Eichgesetz im Zuge der turnusmäßigen Kontrollen nach und nach ausgetauscht werden würden. Das berichtete Volker Minet von der Gemeindeverwaltung in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses.

Haushalte, die über einen solchen neuen Wasserzähler verfügen, können, aber müssen diesen dann für die Wasserverbrauchsabrechnung nicht mehr selbst ablesen, sondern ein Fahrzeug des Bauhofs ruft die entsprechenden Daten bei der Fahrt durch die entsprechenden Straßen des Apfeldorfs. Gemäß dem Eichgesetz besteht die Verpflichtung, die Zähler alle sechs Jahre auszuwechseln. Allerdings haben Funkzähler die Möglichkeit, die Eichfrist auf neun Jahre zu verlängern, sollte sich der Zähler noch als messstabil herausstellen.

Die Funkleistung der Geräte sei minimal, übermittelt würden lediglich Zählernummer, Zählerstand und Datum. Der Datenschutz werde natürlich beachtet, so Minet. Eine solche Umstellung auf Funkwasserzähler seien die ersten Schritte in Richtung einer »Smart City«, wie sie etwa in Weilrod vorangetrieben werden solle.

Ein Pluspunkt: Wasserrohrbrüche seien so schnell feststellbar wobei 95 Prozent der Rohrbrüche vor dem Zähler erfolgten, weswegen es Sinn ergeben würde, an markanten Leitungspunkten des Wassernetzes ebenfalls Funkzähler zu installieren, um Schäden vor den Hauswasseranschlüssen besser lokalisieren zu können. Auch hohe private Wasserverbräuche seien so - gerade vor dem Hintergrund der Wasserknappheit - besser einzugrenzen.

»Wir können also so ohne große Umstände die Daten aller Wehrheimer erfassen, da in jedem Jahr Bürger vergessen, ihre Zählerstände an die Gemeinden durchzugeben und dann geschätzt werden müssen«, fasste Minet zusammen. Und zweitens erleichterten die Funkdaten der Verwaltung die Auswertung der Daten. »Es geht hier nicht darum, unsere Bürger zu überwachen oder aber hinterrücks die Wasserpreise anzuheben, sondern lediglich um eine Vereinfachung des Verwaltungsaufwands«, betonte Minet. Er räumte jedoch auch ein, dass dies künftig mehr Arbeit für die Mitarbeiter des Bauhofs bedeuten könnte, was zum Zeitpunkt der Wassergeldabrechnung zu bedenken sei.

Der Haupt- und Finanzausschuss befürwortet die Umrüstung auf das Digitalsystem einstimmig.

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