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Einfach »etwas tun«: Verein Ukrainehilfe Taunus e.V. gegründet

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Das Logo des neuen Vereins Ukrainehilfe Taunus e. V. ist ganz in den Landesfarben des osteuropäischen Landes gestaltet. © Red

Angesichts des Krieges in der Ukraine und der Geflüchteten, die in den Hochtaunuskreis kommen, ist nun der Verein Ukrainehilfe Taunus e.V. gegründet worden - auf Initiative des Landrats.

Hochtaunuskreis. Dieser Tage fand im Landratsamt des Hochtaunuskreises in Bad Homburg die Gründungsversammlung des Vereins Ukrainehilfe Taunus e.V. statt. Die Vereinsgründung erfolgte auf Initiative von Landrat Ulrich Krebs. Der Vorstand des gemeinnützigen Vereins besteht aus ihm selbst als Vorsitzenden sowie der Kreisbeigeordneten Katrin Hechler und Steinbachs Bürgermeister Steffen Bonk als weiteren Stellvertretern des Vereinsvorstandes. Oliver Klink - Vorsitzender der Taunus-Sparkasse - wird die Funktion des Schatzmeisters übernehmen. Als Schriftführer fungiert Pawel Janta vom Hochtaunuskreis.

»Mit dem Verein wollen wir Geflüchtete aus der Ukraine, auf dem Weg nach Deutschland und bei ihrem Aufenthalt im Hochtaunuskreis und Umgebung, aber gegebenenfalls auch andernorts unterstützen. Für Dinge des täglichen Bedarfs sowie bei Transport und Transferleistungen wollen wir materielle Unterstützung leisten. Dafür setze ich mich mit Herzblut ein«, erklärte Krebs in seiner Eingangsrede. »Eine weitere Hauptaufgabe des Vereins sehen wir in der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in materieller und ideeller Hinsicht. Hierfür beabsichtigt der Verein eine Unterstützung durch Hausaufgabenhilfe oder Nachhilfe, die Versorgung mit Schulmaterialien und den Kontakt mit den zuständigen Schulen. Außerdem unterstützt und organisiert der Verein Angebote wie Tanz-, Spiel-, Bastel-, Mal-, Sport- oder Musikgruppen und Ausflüge.«

Zusammenarbeit mit verschiedensten Institutionen und Vereinen

Der Verein will auch erwachsenen Geflüchteten zur Seite stehen. »Neben materiellen Hilfen soll auch Unterstützung bei Übersetzungen, der Korrespondenz, Telefonaten, der Kontaktvermittlung oder bei der Organisation einer Begleitung zu den zuständigen Stellen geleistet werden. Der Verein will ferner auch Hilfen für Schwangere und junge Mütter, Deutschkurse und in begründeten Einzelfällen direkte finanzielle Unterstützung anbieten. Sportliche und kulturelle Angebote stehen außerdem auf dem Programm, ebenso wie die Unterstützung bei der Wohnraumvermittlung und -bereitstellung«, erklärte Krebs. Hier arbeitet der Verein nach eigenen Angaben mit örtlichen Kirchengemeinden, Sozialdiensten, kommunalen Trägern und anderen Initiativen zusammen. Unterstützung, Motivation und Anerkennung seien nötig auf diesem schwierigen Weg. Dies sei - so der Landrat - eine große Aufgabe, »die wir nur gemeinsam bewältigen können«.

Mitglied im »Ukrainehilfe Taunus« können voll geschäftsfähige Personen für 20 Euro pro Jahr und juristische Personen für 100 Euro/Jahr werden. Aufnahmeanträge können per E-Mail an ukrainehilfe_taunus_ev@hochtaunuskreis.de angefordert werden. Die Aufnahme von Mitgliedern wird möglich, sobald die Eintragung im Vereinsregister abgeschlossen ist. Die Postanschrift des Vereins lautet: Ukrainehilfe Taunus e. V., Vorsitzender Landrat Ulrich Krebs, Ludwig-Erhard-Anlage 1-5 in 61352 Bad Homburg v. d. Höhe.

Geldspenden sind bereits möglich - Registrierungen erst nach Eintrag im Vereinsregister

Geldspenden werden ab sofort unter der IBAN DE 59 5125 0000 0000 0033 44 (BIC HELADEF1TSK) und dem Verwendungszweck »Ukrainehilfe« entgegenommen. Spendenquittungen werden ab einem Betrag von 200 Euro auf Wunsch ausgestellt, wenn die dazu gehörende Anschrift auf dem Verwendungszweck vermerkt wird.

»Jede finanzielle Zuwendung in Form einer Spende kann dazu beitragen, dass der Verein in dieser schlimmen Notsituation den betroffenen Menschen helfen kann. Wir bitten herzlich um Ihre Unterstützung«, lautet die Aufforderung des Vorstandsvorsitzenden Krebs an alle, die in dieser Situation einfach »etwas tun möchten«.

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