Erhöhung der Kita-Gebühren geplant

Grävenwiesbach (aro). Der Grävenwiesbacher Jugend-, Sozial-, Kultur- und Sportausschuss (JSKS) hat in seiner jüngsten Sitzung im Bürgerhaus mit Mehrheit einer moderaten Erhöhung der Kindergartengebühren zum Ausgleich der Tarifsteigerungen zugestimmt. Einstimmig votierte das Gremium weiterhin für die Artikeländerungssatzung, mit der die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen wurden, die Kita-Gebühren für die Schließung der Einrichtungen zwischen dem 6.

März und dem 17. Mai 2021 während des Lockdowns zu erlassen.

Bürgermeister Roland Seel erläuterte den Vorschlag des Gemeindevorstands zur Gebührenerhöhung mit der jährlichen Überprüfung der Tarifsteigerungen. Nachdem seit 2018 keine Veränderungen vorgenommen worden seien, solle jetzt mit einer »moderaten Erhöhung« eine zu große Steigerung in einem späteren Schritt vermieden werden.

Ausschussmitglied Laurenz Fangmann stimmte der Erhöhung unter Verweis auf den Kostenanteil der Eltern von 8,6 Prozent zu, monierte allerdings eine erhebliche Steigerung der Verwaltungskosten beim Betriebsführer VzF. Bürgermeister Seel begründete den höheren Verwaltungsaufwand mit neuen Kreis-Vorgaben bei Freistellungszeiten. Er erinnerte daran, dass die Übertragung der Betriebsführerschaft an den VzF erhebliche Personaleinsparungen in der Gemeindeverwaltung gebracht habe und der VzF gleichzeitig mehr Qualität durch zusätzliche Angebote und bessere Personalabdeckung gewährleiste. Mikula Schiffer (Grüne) bemängelte bei seiner Ablehnung der Gebührenerhöhung eine hundertprozentige Steigerung der Tariferhöhungen, obwohl diese nach dem Kinderförderungsgesetz (Kifög) nur 85 Prozent ausmachen würden und forderte eine Einbeziehung der Elternschaft. Seel sagte, dass es kein Mitspracherecht, sondern lediglich ein Anhörungsrecht gebe. Dass es aufgrund der Pandemie keinen Gesamtelternbeirat gebe, sei für die Gebührenentscheidung unerheblich. Für die FWG fragte Alexander Lehr, wie lange denn noch gewartet werden solle, wenn eine weitere Verschiebung der Anhebung für die Eltern noch teurer werde. Auch Tobias Stahl (CDU) hielt die Erhöhung für vertretbar, weil den Eltern damit keine »sprunghafte Steigerung« zugemutet werde.

Tarife in der Übersicht

Mit der vom JSKS empfohlenen Erhöhung unter Berücksichtigung der Landesförderung steigen die KITA-Gebühren bei der Ü3-Betreuung ganztags von 7 bis 17 Uhr von 139 auf 147,80 Euro. Die Halbtagsbetreuung von 7.30 Uhr bis 13 Uhr ohne Mittagessen bleibt nach wie vor kostenfrei, während Halbtagsbetreuung von 7.30 Uhr bis 13 Uhr mit pädagogischem Mittagessen statt 3 Euro 3,70 Euro und Halbtagsbetreuung von 7.30 Uhr bis 14 Uhr mit Mittagessen statt 17 nun 18,50 Euro kosten soll. Bei der U3 kostet die Ganztagsbetreuung 461 statt bisher 447 Euro.

Die Halbtagsbetreuung mit Mittagessen für das Krippenkind sowie mit pädagogischem Mittagessen für das Kleinkind schlägt mit 287 statt 278 und beim Kleinkind ohne Mittagessen mit 282 statt 273 Euro zu Buche.

Einstimmig verabschiedete der Ausschuss die Vorschlagsliste zur Ehrung verdienter Vereinsmitglieder.

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