Feuerwehren verstärken Kooperation

Grävenwiesbach (aro). Nach ausführlicher Beratung stimmte der Grävenwiesbacher Haupt- und Finanzausschuss im Bürgerhaus bei einer Enthaltung für die Interkommunale Zusammenarbeit Feuerwehr der Städte und Gemeinden Grävenwiesbach, Neu-Anspach, Usingen und Wehrheim zur Gründung eines Zweckverbandes »Feuerwehrtechnische Dienste« mit vier hauptamtlichen Gerätewarten.

Damit verbunden ist die Errichtung eines Technikzentrums im Rahmen des Neubaus der Feuerwehr Usingen am Stützpunkt Weilburger Straße 44 sowie die entsprechende finanzielle Ausstattung des Zweckverbandes durch die vier beteiligten Kommunen.

HFA-Vorsitzender Tobias Stahl (CDU) kritisierte die Regelung, weil die finanziellen Aufwendungen für das neue Technikzentrum erst später vom Zweckverband festgelegt werden sollen. Jedoch werde mit der grundsätzlichen Zustimmung zur IKZ Feuerwehr die Bereitstellung der Haushaltsmittel von den Kommunen bereits festgeschrieben. Stahl plädierte gegen den Vorschlag der IKZ-Steuerungsgruppe zur Finanzierung für ein einwohnerbezogenes Modell vergleichbar mit der IKZ beim gemeinsamen Ordnungsamtsbezirk oder beim Verkehrsverband (VHT).

Plädoyer für Mischkalkulation

Als Gast sprach sich auch Gemeindebrandinspektor Peter Hess aus Gründen der Fairness gegen das einwohnerbezogene Modell und für eine Mischkalkulation aus: »Wir sind nach Usingen die zweitgrößte Feuerwehr und sollten im Zweckverband unseren entsprechenden Anteil leisten.« HFA-Mitglied Alexander Radu erinnerte daran, dass die Gemeinde bisher keine Kosten bei der Gerätewartewartung tragen musste, weil die Einsatzkräfte rein ehrenamtlich tätig sind. »Die ehrenamtlichen Stunden für die Wartung entsprechen einer Vollzeitstelle«, forderte Radu die gemischte Finanzierung statt der Berechnung nach der Einwohnerzahl.

Mikula Schiffer (Grüne) votierte für die Teilnahme am Zweckverband, weil die Feuerwehr Grävenwiesbach die künftigen Aufgaben nicht mehr alleine stemmen könne: »Alle anderen Alternativen würden noch teurer.« HFA-Vertreter Laurenz Fangmann (UB) forderte, dass der Verteilungsschlüssel zur Finanzierung bereits im Beschlussvorschlag festgelegt sein sollte.

Schließlich einigte sich der HFA auf eine ergänzende Empfehlung, wonach die Fraktionsvorsitzenden des Parlamentes in die weitere Beratung über das künftige Finanzierungsmodell der IKZ mit eingebunden werden sollen.

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