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Der große Saal des Bürgerhauses ist für Sitzungen und Feierlichkeiten zu klein. Mit wenigen Veränderungen soll er attraktiver gestaltet werden.

Alles soll schöner werden

Grävenwiesbach . Wenn auch nur vier der sieben Ortsbeiratsmitglieder am Donnerstag zur ersten Sitzung im neuen Jahr ins Bürgerhaus Grävenwiesbach gekommen waren, so zeigte es sich, dass sich der Besuch gelohnt hatte, denn der Bericht des Ersten Beigeordneten Heinz Radu (FWG) war sehr interessant. Für Ortsvorsteher Frank Reißer (FWG), Reiner Bettner (FWG), Christian Tramnitz (Grüne) sowie Justin Horn (CDU) ging es um die für die Kerngemeinde eingestellten Mittel in den Haushalt für das gerade begonnene Jahr.

Radu erinnerte an die bereitstehenden 100 000 Euro für das Bürgerhaus. »Es gibt zwar immer noch keine endgültige Entscheidung, was mit dem Gebäude passiert, das Geld soll aber für einen behindertengerechten Eingang mit Rampe sowie einer behindertengerechten Toilette eingesetzt werden«, erklärte er.

Ein Abriss kommt nicht in Frage

Ein Thema, das Dr. Karsten Braun (FWG), Vorsitzender des Bau-, Stadtentwicklungs- und Planungsausschusses, besonders interessierte: »Wenn doch aber noch keine Entscheidungen getroffen wurden, also auch nicht feststeht, ob das Bürgerhaus abgerissen wird, warum dann Geld investieren?«

Ein Abriss komme nicht infrage, antwortete Radu dem Kommunalpolitiker und Parteikollegen und ergänzte, dass die Entscheidungen, was das Bürgerhaus angeht, in den kommenden drei Monaten fallen werden. Zudem seien 20 000 Euro für Verschönerungsarbeiten im Innern des Gebäudes in den Haushalt eingestellt. Der FWG-Politiker berichtete, dass etwa die Pfeiler im großen Saal entfernt werden sollen, um mehr Weite zu erhalten.

Die bestehende große Küche werde in dieser Form nicht mehr benötigt und daher verkleinert. In den hinteren Saalbereich werde künftig der Thekenbereich integriert, der derzeit noch im Eingangsbereich liege. So ergebe sich auch dort ein zusätzliches Platzangebot. Das Ganze gehe Hand in Hand mit Brandschutzmaßnahmen, die wenigstens die untere Ebene des Bürgerhauses wieder voll nutzbar machen sollen. »Und das dann auch behindertengerecht«, betonte Radu.

Neue Stelle im Rathaus

Der Erste Beigeordnete informierte außerdem über die Sanierungen der Bushaltestellen, die laut EU-Recht jetzt anstehen. Wobei aber die Bushaltestellen an der Schule und die am Bahnhof nicht auf Gemeindegelände liegen. »Diesbezüglich muss der behindertengerechte Umbau noch geklärt werden«, mahnte Radu an.

Einig sei sich die Politik aber, dass es im Rathaus eine neue Stelle geben wird. Weil es nämlich zur Unterhaltung von Gebäuden immer wieder zu Problemen bei der Beauftragung von Handwerkern komme, strebe die Verwaltung eine neu geschaffene Stelle für einen Maler oder Verputzer an.

180 000 Euro sind noch übrig

Ein ähnliches Problem gibt es auch bei der Beschaffung der Stelen für die Friedhöfe. »Die sind bestellt, es gibt aber Lieferschwierigkeiten«, berichtete Radu. Da aber Reserven über 20 000 Euro aus dem Jahr 2020 und 90 000 Euro plus 70 000 Euro aus dem vergangenen Jahr vorhanden seien, müsse das Geld bald verbaut werden, meinte Radu. Geplant sei dies für die Jahre 2023 und 2024. Der Bau des Parkplatzes am Friedhof an der Frankfurter Straße, der durch den Kauf des ehemaligen Enigma-Grundstücks möglich wurde, wird dagegen erst einmal vertagt. »Wir warten, was der direkte obere Nachbar jetzt an seinem Haus saniert«, erklärte Radu. Danach werde entschieden, was mit der neu gewonnen Fläche passiere. Fest stehe aber, dass ein Unkrautverbrenner für ein Jahr gemietet wird, mit dem unter anderem auch die Friedhofswege gepflegt werden können. Nach diesem Jahr könne der Gasbrenner gekauft werden, sollte er sich bewähren, teilte Radu mit.

Der Ortsbeirat nahm den gesamten Haushalt für das laufende Jahr zur Kenntnis, ohne zusätzliche Wünsche für den Ortsteil Grävenwiesbach zu äußern, wie Ortsvorsteher Frank Reißer abschließend betonte. Monika Schwarz-Cromm

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