Den Verzicht kreativ ausgleichen

Grävenwiesbach (aro). Advent bedeutet Ankunft. Christen feiern bis zur Geburt von Jesus am 24. Dezember die Ankunft des Christkindes. In der Wiesbachschule in Grävenwiesbach steht im zweiten Corona-Jahr 2021 die Feier im Advent ganz im Zeichen der Gemeinschaft. Bis Heiligabend werden 24 Adventsfenster den Eingang zum Schulgebäude schmücken, die die 200 Kinder selbst gestaltet haben.

Am Dienstagmorgen sitzen die Schüler der Fuchs-Klasse in der Aula und schneiden, kleben und malen auf Papier bunte Weihnachtsfüchse aus. Diese werden nach und nach am Eckfenster der Aula aufgehängt und füllen das 14. Türchen im Wiesbachschule-Adventskalender aus.

Fehlende Auftritte

»Das Gemeinschaftserlebnis fehlt wegen Corona im Advent«, erinnerte Julia Dorn, Klassenlehrerin der Füchse in der 2b, an das pandemiebedingte Fehlen von Adventssingen und gemeinsamen, weihnachtlichen Auftritten. »Wir wollen den Advent in der Corona-Zeit würdig begehen«, formulierte Schulleiter Jan Drumla die Aufgabe, die die Schulgemeinde sich gestellt hatte. 2020 endete diese mit einer Ausstellung selbst gebauter Weihnachtskrippen.

Seit dem 1. Dezember dieses Jahres freuen sich die Schüler nun täglich auf ein neues, kreatives Adventsfenster. Schon jetzt bietet das Erdgeschoss des 49 Jahre alten Schulgebäudes das Bild eines großen Adventskalenders. Abwechselnd beteiligen sich alle neun Klassen der Schule an der Gestaltung. So hatte die 2b bereits das zehnte Fenster in der Aula mit einem schönen Schnee- und Weihnachtsmotiv ausgestaltet.

Kreativ und ideenreich wird an der Wiesbachschule der notwendige Verzicht auf liebgewonnene Weihnachts-Rituale ausgeglichen. Gleichzeitig wird das so wichtige Gemeinschaftsgefühl durch vielfältige, unterschiedliche Beiträge zum Adventskalender gefördert. Mit der Bastelarbeit haben sich alle gegenseitig eine Freude bereitet.

So feiert die Wiesbachschule gerade in der Pandemie einen ganz besonders schönen Advent und lebt die Botschaft von der Ankunft des Christkinds.

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