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Entscheidungen für die Zukunft und prägendes Miteinander

Grävenwiesbach (aro). Grävenwiesbach blickt auf ein ereignisreiches, zukunftsweisendes Jahr 2022. Wenn es die Corona-Pandemie zulässt, wird der Veranstaltungskalender nicht alltägliche Feiern aufweisen, die in der Gemeinde-Chronik ihren Platz finden werden. Darüber hinaus stehen wegweisende Infrastruktur-Projekte am Start oder sollen 2022 maßgeblich vorangetrieben werden.

Im Mittelpunkt der politischen Debatte bleiben die Finanzen. Hier werden die Haushaltsberatungen zu Jahresbeginn einen ersten Vorgeschmack auf künftige Auseinandersetzungen geben.

50 Jahre Grundschule und Kita: Wenn die kleinste Gemeinde im Usinger Land wie alle anderen hessischen Kommunen auf 50 Jahre Gebietsreform zurückblickt, so deckt sich dies in Grävenwiesbach zugleich mit dem Jubiläum 50 Jahre Wiesbachschule sowie 50 Jahre Kindergarten in der Kerngemeinde. Seit einem halben Jahrhundert prägen die Grundschule am Mönchweg sowie der Kindergarten in der Gartenstraße maßgeblich das Leben in der Großgemeinde und haben gesellschaftliche Entwicklungen der vergangenen fünf Jahrzehnte mitgetragen. Am ersten Juli-Wochenende will die Gemeinde auf dem Wuenheimer Platz eine Feier ausrichten, die nicht nur an die Gebietsreform oder 50 Jahre Grabenverband erinnert, sondern vor allen Dingen auch an 40 Jahre Partnerschaft mit den französischen Freunden aus Wuenheim. Die Verschwisterungsfeier soll - nach pandemiebedingten Ausfall - mit zweijähriger Verspätung nachgeholt werden.

Zukunftsprojekte auf dem Weg

Schul- und Kita-Jubiläum fügen sich hier nahtlos ein. In Grävenwiesbach haben nicht selten zwei oder sogar drei Generationen einer Familie denselben Kindergarten und dieselbe Grundschule besucht. Beide Einrichtungen sind nicht nur wohlbehütete Lern- und Betreuungsorte für den Nachwuchs, sondern tragen seit 50 Jahren Dank engagierter Pädagogen und Erzieherinnen wesentlich zum Kulturleben der Gemeinde und Miteinander der Generationen bei.

Bereits 2021 trafen die politischen Gremien zukunftsweisende Entscheidungen zur Infrastruktur der Gemeinde. Deren Umsetzung und konkrete Ausgestaltung soll 2022 auf den Weg gebracht werden. Nach der einmütigen Grundsatzentscheidung des Parlaments für Windkraftanlagen auf dem Hoheforst wird nun auf das Genehmigungsverfahren sowie das Bieterverfahren zur Vergabeauswahl für den Standort gewartet. Zur Verdichtung im Windpark »Siegfriedseiche« mit zwei weiteren Windrädern könnte noch 2022 der Baubeginn erfolgen.

Zentraler Baustein künftiger Wasserversorgung ist die Verbundleitung, mit der alle Ortsteile ans Wassernetz angeschlossen werden sollen, um insbesondere bei Trinkwasserknappheit ausreichende Versorgung sicherzustellen. Die Vollendung des Ringschlusses bringt der Bau der Leitung von Grävenwiesbach nach Mönstadt, der noch in diesem Jahr erfolgen soll.

Mit der Ertüchtigung des Hochbehälters Heinzenberg sowie der Neubohrung am Hochbehälter Hasselborn sollen zusätzliche Wasservolumen erschlossen werden, um Trinkwasserversorgung zu gewährleisten. Das »Ja« des Parlamentes zur gemeinsamen Stromgesellschaft bringt ein weiteres wichtiges Infrastrukturprojekt auf den Weg, das nach der Beurkundung 2022 mit viel Verwaltungsarbeit in Form gebracht werden muss.

Meilensteine gelegt

Ein Meilenstein in der Feuerwehrgeschichte könnte die Gründung des Zweckverbandes IKZ Feuerwehr werden, dem Grävenwiesbach, Usingen, Neu-Anspach und Wehrheim angehören sollen. Nach dem grundsätzlichen »Ja« der Gemeindevertretung wird es 2022 um die Höhe des finanziellen Anteils gehen, den Grävenwiesbach zum Zweckverband beisteuern soll.

Schließlich muss in diesem Jahr eine endgültige Entscheidung fallen, ob die Kläranlage an den Abwasserverband übereignet wird und auch die Frage wiederkehrender Straßenbeiträge muss geklärt werden, bevor die Breslauer Straße in Grävenwiesbach und der Mühlberg in Laubach saniert werden. FOTO: ROMAHN

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