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Damla Senlikoglun (links) ist die neue FSJ-lerin in der Wiesbachschule. Lisa Langemann hat das bereits hinter sich und kann daher gute Ratschläge geben.

FSJ in der Wiesbachschule

Grävenwiesbach (msc). Auch in einem Kompetenzteam braucht es viele kleine Räder, um das Ganze stets in Bewegung zu halten. Wer jetzt meint, ein FSJ-ler, also ein junger Mensch, der freiwillig ein soziales Jahr absolviert, laufe im Schulsystem nur nebenbei mit und habe nicht viel zu tun, der sollte mal in der Wiesbachschule nachsehen.

Da nämlich wird der FSJ-ler in den normalen Arbeitsalltag mit einbezogen. Und das nicht nur in der Verwaltung ohne den Kontakt zu den Kindern. Für Schulleiter Jan Drumla steht fest, FSJ-ler sollen dieses Jahr zur Selbstfindung nutzen können. Derzeit ist es Damla Senlikoglun, die als FSJ-lerin in die Grundschule hinein schnuppert und so herausfinden will, ob der Beruf der Lehrerin für sie der richtige ist.

»Ich habe die Realschule hinter mir und die Oberstufe angefangen«, berichtet sie ganz offen darüber, plötzlich nicht genau gewusst zu haben, wie sie weitermachen soll. Jetzt stehe für sie fest, dass sie nach dem FSJ-Jahr das Fachabitur mache und das Studium der Sozialpädagogik plus Grundschullehramt starte. Aber noch steht die junge Frau ja ganz am Anfang dieser spannenden Zeit, die ihr, so hofft sie, den endgültigen Weg weisen wird.

In Lisa Langemann hat Damla Senlikoglun glücklicherweise eine gute Beraterin gefunden. Denn Lisa Langemann war im Schuljahr 2016/2017 ebenfalls FSJ-lerin in der Wiesbachschule und hilft derzeit dort in der Betreuung aus. »Ich wurde damals von allen Kollegen herzlich aufgenommen«, erinnert sie sich gerne an diese Zeit. Sie habe sich wertgeschätzt gefühlt und sei von der Hilfsbereitschaft der altgedienten Kollegen überrascht gewesen. Lisa Langemann war schnell klar, dass ein Praktikum zu kurz gewesen wäre, das freiwillige soziale Jahr dagegen die ideale Form, Informationen über den gewünschten Beruf zu erhalten.

Engagiert und im Team integriert

Damla Senlikoglun kann aber ebenfalls schon über Erfahrungen sprechen, die sie in der Wiesbachschule gemacht hat. Sie war einst Schülerin dort. »Ich kenne die meisten Lehrer noch aus meiner eigenen Schulzeit«, sagt sie. Sie findet es schade, dass ihr Klassenlehrer nicht mehr da ist, allerdings auch äußerst seltsam, dass sie jetzt ihre Lehrer duzen darf. Der 19-Jährigen stehen in der Wiesbachschule alle Türen offen. Sie gehört zum Team. Und das heißt, sie lernt in den 38 Wochenstunden in der Wiesbachschule alles, was sie wissen muss, um sich für den Beruf der Pädagogin entscheiden zu können.

Die FSJ-lerin ist den anderen Lehrern als Hilfe zugeteilt. Wenn nötig, erteilt sie auch Einzelunterricht, um einzelne problembehaftete Schüler zu unterstützen. Denen hilft es sehr, wenn jemand ganz in Ruhe und nur für sie alleine alles noch mal erklärt. Manchmal liegt das ja nur an den Sprachschwierigkeiten der Kinder. Sprechen und Lesen üben, das übernimmt dann die FSJ-lerin. Hilfestellungen in der Schulbücherei, bei der Betreuung und natürlich auch der Dienst in der Schulverwaltung gehören ebenfalls dazu.

Auf alle Fälle wird Damla Senlikoglun das Schulleben aus Sicht der Lehrer kennenlernen und damit verbunden die Arbeit, die hinter jeder Unterrichtsstunde steckt. Und da sie die Räumlichkeiten noch genau kennt, war der Start in diese neue Lebensphase wie ein Nach-Hause-Kommen.

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