Gros für Wasserversorgung

Grävenwiesbach (aro). In der letzten Grävenwiesbacher Parlamentssitzung des Jahres am Dienstag im Dorfgemeinschaftshaus Hundstadt hat Bürgermeister Roland Seel (CDU) den Entwurf des Haushaltsplans 2022 vorgelegt. Das Zahlenwerk, das zur Beratung in die Ausschüsse verwiesen wurde, erfüllt die gesetzlichen Vorgaben eines ausgeglichenen Ergebnisses trotz der Corona- Belastungen, die sich aus der stark gestiegenen Staatsverschuldung gerade auch für den kommunalen Bereich ergeben wird.

Der Schwerpunkt der Investitionen im Entwurf 2022 liegt wie im Vorjahr bei der Wasserversorgung, im Forst und bei der Sicherung der finanziellen Leistungsfähigkeit. Mit Blick auf die späte Haushaltsgenehmigung 2021 unter Auflagen der Aufsicht betonte der Verwaltungschef, dass sich die Situation heute besser darstelle, als noch im Sommer 2021 angenommen wurde.

Kreditbedarf 2022 bei 1,9 Millionen

So schließt der Ergebnishaushalt mit einem Plus von 1 003 344 Euro deutlich über den früheren Erwartungen und auch im Finanzhaushalt wurde das Minus von 1 170 550 auf nur noch 367 035 Euro deutlich reduziert. Deutlich geringere Aufwendungen bei den Sach- und Dienstleistungen im Vergleich zum Ist-Ergebnis 2020 um etwa 300 000 Euro sowie gegenüber dem Plan 2021 um rund 120 000 Euro werden den Liquiditätsbedarf vermindern. Dennoch sei zur Finanzierung der geplanten Investitionen ein erneuter Kreditbedarf in einer Größenordnung von 1,19 Millionen Euro notwendig, so Seel. Den Gesamtbetrag aus Investitionstätigkeit bezifferte er mit 1,7 Millionen Euro, wobei erneut der Löwenanteil in Höhe von einer guten Million bei der Wasserversorgung liege. 200 000 Euro für die Kläranlage, 90 000 Euro für die Feuerwehr, 60 000 Euro für Ersatzbeschaffung eines Fahrzeuges der Wasserversorgung, 50 000 Euro zur Erfüllung der EU-Vorgabe bei der Erneuerung der Bushaltestellen und schließlich 30 000 Euro für die Ausstattung von Spielplätzen zählte Seel auf, um klar zu machen, dass zur Finanzierung der Geldmittelfluss aus Verwaltungstätigkeit nicht ausreicht.

Eine deutliche Reduzierung des Fremdmittelbedarfes erwartet der Gemeindevorstand aufgrund der Beschlüsse für weitere Windenergieanlagen und der möglichen Errichtung von Solarenergieanlagen auf Gemeindegrund. Im Hinblick auf den Anstieg der Gesamtverschuldung, resultierend aus einer höheren Kreditaufnahme gegenüber der Tilgung, sieht der Gemeindevorstand keine andere Möglichkeit, um die dringend notwendigen Infrastrukturmaßnahmen auf den Weg zu bringen. Seel betonte dies ausdrücklich im Hinblick auf den Demographie-Bericht, der die künftige Investition in Bau- und Gewerbegebiete notwendig machen werde.

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