+
Der Vorstand der Jungen Union Grävenwiesbach mit dem Vorsitzenden Justin Horn und seiner Stellvertreterin sowie Schatzmeisterin Karina Krebs.

JU begrüßt »konservativen Fortschritt«

Grävenwiesbach (aro). »Es ist unsere Welt. Junge Menschen gehen auf die Straße, weil sie sich für Politik interessieren, mitgestalten und ernst genommen werden wollen.« Mit diesem Statement waren Karina Krebs und Justin Horn vor drei Jahren als neues Führungsduo der Jungen Union Grävenwiesbach gestartet. Sie wollten Schwung in die Nachwuchsorganisation der Christdemokraten in der nördlichsten Gemeinde des Hochtaunuskreises bringen.

Seitdem ist viel passiert. Während der zwei Corona-Jahre waren die Youngster der Grävenwiesbacher Kommunalpolitik erstmals im Wahlkampf mit all seinen Höhen und Tiefen aktiv. Bei der Kommunalwahl wurde Justin Horn direkt in den Ortsbeirat Grävenwiesbach gewählt. Sechs Monate später ging die Bundestagswahl verloren. Die Grävenwiesbacher CDU wählte den Verwaltungsfachangestellten Horn Mitte November 2021 als ihren neuen Mitgliederbeauftragten und die Studentin der Wirtschaftsinformatik Krebs als Beisitzerin neu in den Vorstand des Ortsverbandes.

Vor Kurzem bestätigte die Jahresversammlung der 23 Mitglieder starken Jungen Union den 22-jährigen als Vorsitzenden ebenso wie die 20-Jährige als zweite Vorsitzende und Schatzmeisterin. Zusammen mit Luke Maschauer sind sie Delegierte der JU-Kreisversammlung, auf der Horn seine Wiederwahl in den Kreisvorstand anstrebt.

Im Gespräch mit unserer Zeitung hakte die alte und neue Doppelspitze das corona-bedingt mehr oder weniger ereignislose JU-Jahr 2021 schnell ab und richtete den Blick nach vorne auf die künftige politische Arbeit. 2022 soll die Mitgliederwerbung wieder deutlich verstärkt werden.

Digitalisierung bleibt Dauerthema

Dauerthema für die Nachwuchs-Christdemokraten ist die Digitalisierung und insbesondere der Glasfaserausbau. »Corona hat das Problem krass deutlich gemacht«, wünschen sich beide einen deutlich verbesserten Netzausbau in Grävenwiesbach.

Der Vorschlag zur Errichtung eines Grillplatzes hinter der Lehmkauthalle findet die ungeteilte Zustimmung der Jungen Union. Denn Grävenwiesbach benötige neben dem JUZ einen Open-Air-Treffpunkt für junge Leute.

Die elementare Bedeutung der Social-Media-Arbeit wird von der Jungen Union besonders betont und soll 2022 weiter ausgeweitet werden: »Im Netz sind unsere Kandidaten dauerhaft präsent und die Bürger können sich besser ein Bild machen, was vor Ort passiert.« Insbesondere wegen coronabedingten Ausfalls von Präsenzveranstaltungen wollen die Nachwuchspolitiker die digitale Plattform noch mehr in den Mittelpunkt rücken. »Wir sind mit Instagram und Facebook bereits gut aufgestellt, aber die Kommunal- und die Bundestagswahl haben gezeigt, dass der Briefwahl, gerade auch für junge Menschen, die Zukunft gehört. Darauf müssen wir uns einstellen.« Die beiden JU-Vertreter wollen ihren Alterskreis noch besser im Netz abholen. Dabei sei die Bundestagswahl mit Blick auf die nächste Landtagswahl im Herbst 2023 ein warnendes Beispiel. »Wir stehen hinter Friedrich Merz als neuem CDU-Vorsitzendem«, lässt die JU keinen Zweifel, wer aus ihrer Sicht der bessere Kanzlerkandidat gewesen wäre. Deutlich stärker, mit mehr Profil sehen sie in Merz in der Bundespolitik den CDU-Oppositionspolitiker der Zukunft. »Es muss Veränderung geben«, erläuterte Karina Krebs ihr Votum für Merz bei der Mitgliederbefragung zum CDU-Vorsitz und Horn wird noch deutlicher: »Die Zeit der Vertreter der Merkel-Politik ist abgelaufen.«

Er sieht im neuen CDU-Chef keinen Rückschritt, sondern einen »konservativen Fortschritt« gegen einen Linksrutsch im Lande. Insbesondere bei der Vereinbarkeit von Wirtschaft und Umwelt sowie bei der Rentensicherung wird Merz klar vorne gesehen. »Das sind Zukunftshemen für junge Leute«, bekräftigte Krebs ihre Hoffnungen auf den neuen CDU-Vorsitzenden.

In Grävenwiesbach möchte der JU-Vorstand weiter die junge Generation vertreten, will zum Gedankenaustausch einladen und in der CDU Gemeinde- sowie Kreispolitik weiter für Verjüngung sorgen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema