Parlament mehrheitlich für Stromnetzgesellschaft

Grävenwiesbach (aro). Mit breiter Mehrheit stimmte die Gemeindevertretung in Grävenwiesbach auf ihrer jüngsten Sitzung für die Gründung einer gemeinsamen Stromgesellschaft mit der Stadt Usingen und der Süwag AG zum 1. Januar 2022.

Bei fast allen Mitgliedern der Mehrheitsfraktionen von FWG und CDU sowie der SPD wurden bestehende Zweifel nach Rücksprache mit Experten in der jüngsten HFA-Sitzung ausgeräumt.

SPD-Fraktionsvorsitzender David Wade sah danach eine positive Bilanz zugunsten der Chancen gegenüber den Risiken. Dagegen hielten UB-Fraktionsvorsitzender Laurenz Fangmann und Grünen-Fraktionschef Christian Tramnitz das Mitspracherecht für nicht ausreichend und kamen zu einer negativen Risiko-Nutzen-Abwägung.

Eigenanteil 440 000 Euro

Bauausschussvorsitzender Dr. Karsten Braun (FWG) begründete seine Ablehnung mit dem finanziellen Aufwand in Höhe von rund 440 000 Euro, den die Gemeinde als Gesellschafteranteil zur Eigenkapitalausstattung der Netzgesellschaft gemäß Business Case aufwenden muss. Angesichts gleichzeitiger Grundsteuererhöhung hielt Braun das Risiko des Verlustes des Anteils für nicht vertretbar.

Der Haupt- und Finanzausschussvorsitzende Tobias Stahl (CDU) sah bei dieser wichtigen Entscheidung für die Gemeinde dagegen genügend Überzeugungsarbeit geleistet: »Absolute Planungssicherheit gibt es nicht.«

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