Wanderparkplatz für Laubach?

Grävenwiesbach-Laubach (aro). Im Mittelpunkt der ersten Sitzung des Ortsbeirats Laubach 2022 stand am Montag in der Alten Schule die Kenntnisnahme des Haushaltes. Darüber hinaus diskutierten die Mitglieder die Frage, inwieweit Feldwege noch besser für ältere Spaziergänger zur Verfügung stehen könnten.

Ortsvorsteher Reiner Butz (SPD) warf die Frage auf, ob im Feldweg unterhalb des Laubacher Kreuzes das Durchfahrt-verboten-Schild weiter nach oben versetzt werden könnte, damit vor allem ältere Mitbürger den steilen Anstieg vermeiden und auf der Ebene zum Umspannwerk spazieren gehen könnten. Bürgermeister Roland Seel lehnte ab. Er verwies auf den fehlenden Ermessensspielraum der Ordnungsbehörde. »Wenn wir auf einem Feldweg, der nur von landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt werden darf, die Zufahrt für Autos freigeben, öffnen wir Tür und Tor für unkontrollierte Pkw-Nutzung und gefährden die Spaziergänger«, begründete der Rathauschef. Ein Kompromiss könnte auf der Anhöhe die Einrichtung eines Wanderparkplatzes sein, der für Ausflügler bzw. Spaziergänger die Zufahrt zum Parkplatz erlauben würde.

Keine Einwände zum Haushalt

Den Haushalt nahm der Ortsbeirat einstimmig ohne Einwände zur Kenntnis. Bürgermeister Seel hielt fest, dass der Ortsbeirat nach wie vor die Sanierung der Einfassungsmauer am Laubach als Unterhaltungsmaßnahme 2022 im Haushalt wünscht. Die Ersatzbeschaffung des Feuerwehrfahrzeugs TSF-W (Tragkraftspritzenfahrzeug) steht im Haushalt und soll 2022 mit der Lieferung des Fahrgestells mit einem Zuschuss des Landes gestartet werden, ehe die Ausschreibung und Vergabe der Aufbauten beauftragt werden könne. Mit der Auslieferung des neuen Feuerwehrautos wäre dann Mitte oder Ende 2023 zu rechnen.

Auffüllung des Bolzplatz-Geländes

Der Ortsbeirat lehnte die Verschiebung des Baues des Entlastungskanals in den Finanzplan 2024 ab. Er sieht eine besondere Dringlichkeit der Maßnahme, damit ein Rückstau im Kanal schnellstmöglich beseitigt wird. Das Ortsbeiratsprojekt Instandsetzung des Bolzplatzes ist ins Stocken geraten. Nachdem in Eigenleistung der Laubacher das Gelände gemäht und gemulcht worden ist, ist nun eine Auffüllung des Geländes notwendig. Der Gemeindevorstand soll prüfen, inwieweit hierfür nicht benötigter Abraum aus der Gemeinde verwendet werden kann.

Erfreut nahm das Gremium die Installation des zweiten Verkehrsspiegels an der Einmündung Schindling/Stockheimer Seite zur Kenntnis, der die Einfahrt auf die Hauptstraße erleichtert. Zur Kritik von Ortsbeiratsmitglied Stefan Schreier (UB) am schlechten Zustand der Forstwirtschaftswege erinnerte Bürgermeister Seel daran, dass im Wald die Erntezeit erst am 28. Februar enden wird: »Das ist ein wetterbedingtes Jahreszeitproblem, denn die schweren Maschinen verursachen bei der milden Winterwitterung mehr Schäden auf den Wegen.« Der Rathauschef versicherte, dass das Forstamt nach Ende der Ernte für die Beseitigung der Wegeschäden sorgen werde.

Freiliegende Kabel ein Dorn im Auge

Für Empörung sorgten freiliegende Internetkabel am Feldwegerand. Bürgermeister Seel versicherte, sich mit dem Netzanbieter wegen der ordnungsgemäßen Kabelverlegung in Verbindung zu setzen.

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