Kriminalitätsstatistik für Grävenwiesbach

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GRÄVENWIESBACH - (kh). Über die vor Kurzem vorgelegte Kriminalstatistik für den Hochtaunuskreis und die aufgesplitteten Zahlen für die einzelnen Kommunen kann sich Grävenwiesbach nicht freuen: Die Anzahl der insgesamt erfassten Straftaten sank von 194 im Jahr 2018 auf 143 im Jahr 2019 und stieg dann wieder auf 205 im vergangenen Jahr. Diese 205 Straftaten machen 2,4 Prozent der insgesamt 8 698 im Hochtaunuskreis erfassten Straftaten aus.

Ein Blick auf die sogenannte Häufigkeitszahl (HZ), die die Polizei pro 100 000 Einwohner angibt: Dieser Wert liegt 2020 bundesweit bei 6 385, in Hessen bei 5446, im Hochtaunuskreis bei 3 671 und in Grävenwiesbach bei 3 856. Tatsächlich leben in Grävenwiesbach nur 5 317 Menschen; die Gemeinde ist von den Einwohnerzahlen her die kleineste im Hochtaunuskreis. Die HZ ist wie gesagt nur ein hochgerechneter Statistikwert. Sie liegt in Usingen mit 4077 klar höher und in Neu-Anspach, Weilrod, Wehrheim und Schmitten (2 958 / 2 603 / 2 521 / 2 330) deutlich niedriger als in Grävenwiesbach. Die HZ im Hochtaunuskreis beträgt 3 671 und ist somit niedriger als in Grävenwiesbach. Von den insgesamt 205 Straftaten in Grävenwiesbach wurden im vergangenen Jahr immerhin 160 Fälle aufgeklärt, was eine Quote von 78,0 Prozent bedeutet. Zum Vergleich: 2019 lag die Aufklärungsquote in Grävenwiesbach noch bei 76,2 Prozent; die Quote in Hessen lag 2020 bei 65,5 Prozent, im Hochtaunuskreis bei 58,7 Prozent.

Die top fünf Straftaten in Grävenwiesbach waren: 34 Fälle von Sachbeschädigung (darunter wohl etliche Graffiti-Sprayereien am Bahnhof), wobei 29,4 Prozent der Taten aufgeklärt werden konnten; 32 Fälle von Beleidigung (100 % Prozent aufgeklärt), 27 Fälle von (vorsätzlicher leichter) Körperverletzung (96,3 % aufgeklärt), 19 Fälle Betrug (Waren- und Kreditbetrug) (89,5 % aufgeklärt) und schließlich 19 Fälle von Bedrohung/Nötigung/Stalking (100 Prozent aufgeklärt).

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