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Auf der rechten Seite ist der Bürgersteig zugeparkt, links gibt es so gut wie keinen Bürgersteig, zeigt der Erste Beigeordnete Hartmut Müller.

Halteverbot auf der Niederreifenberger Brunhildestraße

Niederreifenberg (evk). Seit der Sanierung der Brunhildestraße in Niederreifenberg gilt auf der Landesstraße innerhalb von Niederreifenberg - außerhalb der markierten Parkbuchten - Halteverbot. In Kürze wird auf einem Teil eine eingeschränkte Halteverbotszone eingerichtet.

Jetzt haben Erster Beigeordneter Hartmut Müller (CDU) sowie Sabrina Fellenstein und Uwe Zweifel vom Schmittener Ordnungsamt die Hintergründe erläutert. Nach ihrer Aussage ist im unteren Bereich der Hauptstraße nicht nur die Straße sehr eng. Auf der einen Seite gibt es so gut wie keinen Gehweg und auf der anderen ist der Bürgersteig regelmäßig komplett zugeparkt.

Schon im Juni hatten Bürgermeisterin Julia Krügers (CDU), Gemeindebrandinspektor Christoph Brendel und sein Stellvertreter Ingo Marx sowie Fellenstein und Zweifel darauf aufmerksam gemacht, dass hier oft der Rettungsweg blockiert ist. Laut Müller ist es auch für Fahrer von Müllfahrzeugen häufig Millimeterarbeit. »Auch unser Winterdienst hat Probleme«, ergänzt er.

Außerdem ist Gehwegparken grundsätzlich verboten, wenn es nicht ausdrücklich erlaubt ist. Zweifel weist darauf hin, dass der Bürgersteig nicht mit einer Erhöhung von der Straße getrennt sein muss. »Es reicht, dass sich der Gehweg farblich absetzt, und dass der hier rot gepflastert ist, kann man nicht übersehen.«

Viele Kinder unterwegs

»Gehwege haben frei zu bleiben«, betont Fellenstein. Und Müller weiß, dass viele Schulkinder entlang der Hauptstraße laufen, obwohl der Hauptschulweg die Brunhildestraße ist. Kinder müssen wie andere Fußgänger und Eltern mit Kinderwagen oder Senioren mit Rollatoren unter der bisherigen Parksituation die Straße benutzen.

Das soll sich jetzt ändern, wird jedoch aus Sicht des Ordnungsamtes ohne Halteverbote nicht möglich sein.

Zweifel ist enttäuscht, dass die Anwohner auf die Appelle über die Presse gar nicht reagiert haben. Funktioniert habe es aber in der Zeit, als während der Baustelle in der Brunhildestraße die Hauptstraße als innerörtliche Umleitung diente und Halteverbot galt. »Da haben sich alle dran gehalten, weil es sein musste«, stellt Zweifel fest. Jetzt wollten viele wieder vor der eigenen Haustür parken ohne Rücksicht darauf, dass sie damit Fußgänger behindern. Er meint: »Es wäre schon viel geholfen, wenn einige Anwohner ihre Garagen frei räumen und als solche nutzen und nicht an der Straße parken.« Auch sagt er: »Einige werden sich jetzt umstellen müssen.«

Müller hat nach eigener Aussage schon Bauchschmerzen angesichts der geplanten Maßnahmen. »Denn es gibt Grundstücke ohne Garagen, und die Anwohner wissen nicht, wohin mit ihrem Auto.« Aber er kennt auch genügend Anwohner, die in der engen Hauptstraße vorschriftsmäßig ihre Garagen nutzen und Probleme haben, dort rauszukommen, wenn direkt auf der Gegenseite zugeparkt ist.

Halten nur drei Minuten erlaubt

An den Abzweigen Haidgesstraße und Zum Johannisstein werden daher bald beidseitig bedruckte Schilder aufgestellt, die diesen Bereich der Hauptstraße als eingeschränkte Halteverbotszone ausweisen. Hier darf man dann nur drei Minuten lang halten, um eine mitfahrende Person aus dem Auto zu lassen oder ein Fahrzeug zu be- oder entladen. Diese Zeit reiche auch für Lieferdienste oder Handwerker.

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