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Hier packen die Bürger richtig an

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Im Usinger Stadtteil Kransberg wird bürgerliches Engagement schon immer großgeschrieben. Jetzt will sich die Interessengemeinschaft um ein Preisgeld bemühen. ARCHIVFOTO: PIEREN © Red

Usingen-Kransberg. Sie nennen sich Interessengemeinschaft Kransberg - und haben für den Stadtteil schon vieles erreicht, ohne viel Aufhebens um ihr gesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement zu machen. Christian Wolf, Markus Keller und Sven Lubinus sind die Köpfe der Aktion und können sich auf viele Unterstützer in Kransberg verlassen, wenn es darum geht, im Stadtteil etwas zu verbessern.

Und nun steht ein neues Projekt an. Denn Kransberg nimmt an dem hessischen Landeswettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft« teil. Federführend und auch Initiator der Aktion ist die IG »Unser Dorf hat Zukunft«.

Bei dem Wettbewerb werden herausragende Ideen und Projekte zur zukunftsfähigen Dorfentwicklung ausgezeichnet. Es geht vor allem auch darum, Kräfte und Ideen der Bürger vor Ort zu bündeln und das Engagement der Dorfgemeinschaft anzuregen. Also genau das, was die IG eigentlich bereits macht.

»Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Beteiligten der IG Kransberg für die Initiative für unseren schönen Stadtteil Kransberg bedanken«, freut sich Bürgermeister Steffen Wernard (CDU) über das Engagement im Ort. »Gerne begleiten wir die Projektumsetzung seitens der Stadtverwaltung, und ich wünsche uns allen bereits zum jetzigen Zeitpunkt einen erfolgreichen Wettbewerbsverlauf.«

Anfang Mai 2022 wird es im Rahmen des Regionalentscheides eine Bereisung Kransbergs durch die zuständige Kommissionsleitung geben, die bei einer Ortsbegehung die vier verschiedenen Bewertungsbereiche »Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen«, »Soziales Engagement und kulturelle Aktivitäten«, »Baugestaltung und Siedlungsentwicklung« sowie »Grüngestaltung im Dorf und der Bezug zur Landschaft« betrachten wird. Die Teilnehmer werden sich vor allem anschauen, wie das Dorf sich weiterentwickeln kann und soll, welche Maßnahmen bereits ergriffen wurden oder geplant sind, und wie die Dorfgemeinschaft sich engagiert. Die fünf bestplatzierten Dörfer erhalten Preisgelder zwischen 1000 und 5000 Euro, die beiden bestplatzierten Dörfer nehmen anschließend am Landesentscheid teil.

Alle zum Mitmachen eingeladen

»Wir möchten die Vereine, politischen Fraktionen und alle Kransberger Bürger in die Präsentation für den Wettbewerb und natürlich auch langfristig gesehen mit einbeziehen und freuen uns, wenn sich Interessierte bei uns melden«, sagt Christian Wolf von der Interessengemeinschaft (IG) Kransberg. Kontaktdaten finden Interessierte unter www.og-kransberg.de.

Wenn die IG allerdings weiterhin mit dem Tempo an der Verschönerung arbeitet, bleibt für den Wettbewerb kaum noch was übrig. Schon jetzt steht fest, dass die Initiative mithilfe der Bürger die Holzumrandung der Teerfläche am Schwenkeweiher umsetzen und bearbeiten soll (Sitzflächen, Fahrradständer), Poller dienen dann als Zufahrtskontrolle. Die Sanierung der Schlossmauer ab Höhe Schlosskapelle abwärts erfolgt ab Frühjahr, die fehlende Fahrbahnmarkierung am Feuerwehrgerätehaus wird ebenfalls im Frühjahr erneuert.

Was die Zufahrt zum Schloss betrifft, wird die Leitplanke am Straßenrand im Zuge der noch fehlenden Leitplanke oberhalb der sanierten Mauer (im Kurvenbereich) versetzt. Grund ist die bestehende Lücke zwischen Fahrbahnrand und Leitplanke, die für Autofahrer oder Fußgänger zu einem Gefahrenpunkt geworden ist.

Zudem wird an einer Beschilderung gearbeitet - Schwerpunkt ist die Ausarbeitung und Gestaltung der ortsnahen Rad- und Wanderwege. Und schaut man auf die Liste mit den Haken dran, so liest man Dinge wie die Sanierung der Bachmauer, Mülleimer und Hundekotbeutel an verschiedenen Stellen im Ort, die Reinigung des Geländers im Mühlweg, eine Müllsammelaktion und die Reparatur am Holzgeländer (Verlängerung Mühlberg in Richtung Glascontainer). Das Ganze hat also gute Chancen, beim Programm einen Preis abzuräumen.

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