Auch in Wehrheim und Weilrod wird die Zweitimpfung verschoben

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HOCHTAUNUS - (inf). In den Kreiskommunen, in denen bislang der Impfstoff von Biontech verimpft wurde, wurden in den letzten Tagen die Termine für die Zweitimpfung abgesagt. Dies bestätigte die Geschäftsführerin der Hochtaunuskliniken, Julia Hefty, gegenüber dem Usinger Anzeiger. Ganz konkret geht es hier um die Kommunen Wehrheim, Weilrod und Grävenwiesbach.

Im Usinger Land haben im Zeitraum vom 23. Februar (Grävenwiesbach) bis zum 13. März (Schmitten) in allen sechs Kommunen des Hochtaunuskreises Impfungen vor Ort stattgefunden. Eigentlich sollten die Nachimpfungen in einem Turnus von zwei bis drei Wochen nach der ersten Impfung stattfinden - für Wehrheim, Weilrod und Grävenwiesbach waren sie für den kommenden Samstag, Montag und Sonntag der nächsten Woche, sowie am 4. und 10. April vorgesehen. Jene Termine waren bereits bei der entsprechenden Erstimpfung vergeben worden. Das nun eine Absage erfolgte, hatte viele Senioren verunsichert.

Nun sollen die Folgeimpfungen für die Menschen in Grävenwiesbach am Dienstag, 30. März stattfinden, für die Weilroder Senioren am 3. April, dem Samstag vor Ostern und in Wehrheim am Ostermontag, 5. April - also etwa zwei Wochen später als eigentlich geplant. Hefty versichert, dass grundsätzlich eine Verschiebung der Zweitimpfung bis zum 42. Tag nach der Impfung ohne Probleme möglich sei.

Grund für die Absage sei, laut Hefty, ein Engpass bei der Belieferung von Biontech-Impfstoff. Wie die Pressestelle des Hochtaunuskreises mitteilte, würden seitens des Landes regelmäßige Lieferungen von Impfdosen angekündigt, sodass vonseiten des Kreises ein Termin für die Zweitimpfung geplant werden könne. In diesem Fall jedoch sei die Lieferung ausgeblieben, weswegen es leider zu Verschiebungen gekommen sei und Termine abgesagt werden mussten.

Sache des Landes

Auf die Frage, warum vom Kreis oder Hochtaunusstift kein Impfstoff vorgehalten wurde, machte Hefty deutlich, dass für die Impfstoffbevorratung weder der Kreis, noch die Hochtaunuskliniken oder das lokale Impfzentrum zuständig sei, sondern alleine das Land Hessen selbst, es aber offenbar Schwierigkeiten bei der Beschaffung des Impfstoffs von Biontech habe. Somit sei der momentane Ausfall kein Verschulden des Kreises oder des Hochtaunusklinikums.

Hefty betont, dass es in Kommunen wie Usingen, Neu-Anspach und Schmitten, in denen bislang der Impfstoff von Moderna verwendet wurde, voraussichtlich zu keiner Einschränkung der Impfungen kommen werde. Deswegen geht die Leiterin der Hochtaunuskliniken von einer Einhaltung der Impftermine in Usingen, Neu-Anspach und Schmitten aus.

Und auch Bürgermeister Steffen Wernard äußerte sich zuversichtlich, dass in der Buchfinkenstadt alles wie geplant am Sonntag, 28. März über die Bühne gehen würde. Auch in Neu-Anspach soll es am 4. April mit der Nachimpfung des Moderna-Impfstoffs weitergehen, worauf sich, so betonte des Rolf Scherer vom Neu-Anspacher Seniorenbeirat, die Mitglieder sehr freuen würden. "Wenn die Impfung erst mal erfolgt ist, dann ist es für die Über-85-Jährigen sicherlich deutlich entspannter", sagt er gegenüber dem Usinger Anzeiger. Zuletzt wird dann 10. April in Schmitten mit Moderna geimpft. Auch Bürgermeisterin Julia Krügers zeigte sich zuversichtlich, dass dieser Termin ohne Verzögerung über die Bühne gehen wird.

In Weilrod muss man sich hingegen noch ein wenig gedulden. "Viele von uns sitzen hier und gehören ja einer Hochrisikogruppe an", sagt die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Erika Schmitt. Auch sie hofft, dass die Impfungen so schnell als möglich über die Bühne gehen werden und damit ein wenig mehr Normalität in das Leben der Senioren zurückkommen könnte. "Doch ich glaube, dass wir auch nach der Impfung noch lange mit Corona zu tun haben werden."

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