Finanzausschuss des Hochtaunuskreises soll über Luftfilter beraten

  • schließen

HOCHTAUNUS - (inf). Am Ende der Woche ist es endlich so weit: Dann starten in Hessen die Sommerferien. Für die Schüler war es ein Jahr mit ganz besonderen Belastungen und so sind viele Kinder froh, wenn sie nun einmal ein wenig ausspannen können. "Für die Verwaltung fängt die Arbeit nun jedoch erst an und es wird Zeit, dass wir unsere Hausaufgaben machen" sagt Patricia Peveling (Grüne) im Kreistag.

Hausaufgaben in der Form, dass sich Fehler aus dem vergangenen Jahr nicht wiederholen und nach den Ferien für die Schuler eine gesicherte Rückkehr in die Klassenräume möglich ist - ohne eine Ansteckung durch kursierende Virenvarianten zu riskieren. Dazu fordern die Grünen, darüber nachzudenken, alle Klassenräume des Hochtaunuskreises mit Luftfiltern auszustatten (der UA berichtete). Es gelte vor allem, den Kindern einen normalen Schulbesuch zu ermöglichen, auf den sie zudem das Recht haben. "Es ist ja gut und schön, dass bereits 200 Räume mit Filtern ausgestattet sind, aber das ist lange noch nicht genug", forderte Peveling.

Wie die Grünen-Politikerin erinnerte, gehe es hier um die Gesundheit der Kinder, denen bislang entweder kein Impfstoff (die Klassen 1 bis 6) zur Verfügung stehe oder für die es keine generelle Impfempfehlung gebe (ab 12 Jahren). "Diese Kinder sitzen zum Teil fünf Stunden und mehr in Klassen direkt nebeneinander und müssen die gleiche Luft einatmen. Und das in einer Pandemie", so Peveling weiter. Zudem glaube niemand mehr an das Erreichen einer Herdenimmunität bereits im Herbst, wenn noch nicht einmal alle Erwachsenen geimpft seien. "Und was wollen wir denn unseren Kindern im Herbst oder Winter bei Minus zehn Grad sagen? Bringt Euch wieder Decken mit, damit wir stoßlüften können?". Zwar sei sich die Fraktion nicht sicher, ob allein die Ausstattung mit Luftreinigern eines jeden Klassenraums in jedem Fall der richtige Weg sei oder ob eine Kombination aus Lüften und Reinigungsgeräten eher zum Ziel führe. Doch dazu gebe es mittlerweile aktuelle Studien und daraus folgende Empfehlungen der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, die der Kreis zurate ziehen und daraus einen Maßnahmenkatalog ableiten könne. Für die Anschaffung der Geräte gebe es die Möglichkeit, Fördergelder vom Bund einzufordern. Mit diesem Antrag stießen die Grünen auf allseitige Zustimmung, Yannik Dreyer (CDU) bat jedoch, den Antrag zunächst in einen gesonderten, zeitnah stattfindenden HFD-Ausschuss zurückzuweisen, damit man dort über die entsprechenden Grundlagen auch finanzieller Art ins Gespräch und zur Abstimmung komme. Dies wurde einstimmig beschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren