Gesundheitsamt Hochtaunus ist an Luca App angeschlossen

  • schließen

HOCHTAUNUS - (kh). Das Gesundheitsamt des Hochtaunuskreises ist an die Luca App angeschlossen. Als eines der ersten Bundesländer hat die Hessische Landesregierung in der vergangenen Woche den Anschluss aller hessischen Gesundheitsämter an die Luca-App gemeldet. Mit dieser wird eine schnelle, datenschutzkonforme Kontaktdatenverwaltung und Kontaktnachverfolgung in der Corona-Pandemie ermöglicht.

Die Nutzung der Luca App ist für die Gesundheitsämter, die Betreiber (zum Beispiel Gastronomen, Einzelhändler) und die Bürger/innen kostenfrei und freiwillig.

"Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung", sagte gestern Gesundheitsdezernent Thorsten Schorr. Auch wenn die derzeitigen Regelungen rund um die Corona-Notbremse Öffnungen noch nicht zulassen, so sei es dennoch dringend an der Zeit, die entsprechenden Vorbereitungen für eine Öffnungsstrategie zu treffen. Aus dem Hochtaunuskreis könne man berichten, dass sich bisher 150 Betriebe (Gastronomie, Vereine, Einzelhandel) für die Nutzung der Luca App angemeldet hätten. Schon länger seien der Hochtaunuskreis, die Kommunen vertreten durch die Spitzen der Rathäuser, DEHOGA und IHK in enger Abstimmung, um anhand der Luca-App möglichst schnell ein Stück Normalität zurückzugewinnen.

Das Luca-System soll direkt an das vom Gesundheitsamt genutzte Fachprogramm zur Kontaktnachverfolgung angebunden werden. Ziel ist es, die derzeitig geführten und aufwendigen Papierlisten zu ersetzen, Kontakte zu dokumentieren und Abläufe zu beschleunigen. Sie können beispielsweise im Falle einer nachgewiesenen Corona-Infektion dem zuständigen Gesundheitsamt übermittelt und ausgelesen werden. Die datenschutzkonforme Identifizierung und die Nachverfolgung erleichtert die Arbeit des Gesundheitsamtes, wo durch den Einsatz der Luca App Kontakte mit infizierten Personen zum Beispiel nach einer Veranstaltung oder einem Restaurantbesuch entschlüsselt werden können. Die persönlichen Daten sind bei der Nutzung für den Gastgeber nicht einsehbar.

Die Gemeinde Weilrod setzt beispielsweise die Luca App bei der konstituierenden Gemeindevertretungssitzung am heutigen Donnerstag, 29. April, ein. "Für uns ist es selbstverständlich, dass wir als Gemeinde eine Vorbildfunktion haben", betonte Bürgermeister Götz Esser. Nach und nach würden alle wichtigen Abteilungen des Rathauses in sogenannte QR-Code Bereiche aufgeteilt, sodass die Nutzung der Luca-App selbstverständlich würde, erklärte er. Auch die Stadt Neu-Anspach setzt für die in der kommenden Woche stattfindenden konstituierenden Ausschusssitzungen auf den Einsatz der Luca-App.

Die kostenfreie Luca-App wird auf dem Handy installiert. Dort hinterlegt man seine Kontaktdaten und verifiziert sich mit einer SMS übersandten TAN. Alternativ zur App kann auch ein Schlüsselanhänger in Chipform mit einem individuellen QR-Code verwendet werden, beispielsweise falls kein Smartphone vorhanden ist. Mit der App oder dem Schlüsselanhänger registriert man sich zum Beispiel beim Besuch im Restaurant oder im Einzelhandel, indem ein QR-Code mit dem Smartphone oder der QR-Code auf dem Schlüsselanhänger gescannt wird. Beim Verlassen checkt man auf diese Art wieder aus. Schorr kündigte an, dass der Hochtaunuskreis die entsprechenden Schlüsselhänger anschaffen und über die Rathäuser der Kommunen zur Verfügung stellen werde.

Das könnte Sie auch interessieren