"Große Koalition hat geschlafen": Katja Adler (FDP) im Kurzinterview

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HOCHTAUNUS - (hs). Wenngleich Markus Koob (CDU) im Hochtaunuskreis das Direktmandat gewonnen hat, so wird er nicht der einzige Politiker aus dem Hochtaunuskreis sein, der im künftigen Deutschen Bundestag sitzt. Auch Katja Adler aus Oberursel zog für die FDP über die Liste in den Bundestag ein. Über ihre künftige Rolle in Berlin sprach die 47-Jährige mit dem Usinger Anzeiger.

Wie beurteilen Sie das Wahlergebnis der FDP auf Bundesebene?

Wir sind mit einem klaren Profil zur Wahl angetreten und das haben die Wählerinnen und Wähler mit einem sehr guten Wahlergebnis honoriert. Insbesondere der Stimmenanteil der Freien Demokraten bei Erstwählerinnen und Erstwählern von 23 Prozent ist für uns Auftrag für eine moderne und zukunftsorientierte Politik aus der Mitte heraus.

Wo sehen Sie für sich selbst die künftigen inhaltlichen Schwerpunkte Ihrer politischen Arbeit?

Nicht erst die Corona-Krise hat gezeigt, wie marode unser Bildungssystem ist und wie sehr wir bei der Digitalisierung hinterherlaufen. Die Große Koalition hat die Zukunft verschlafen und besonders der jüngeren Generationen Chancen geraubt. Ich möchte mich für ein modernes und digitales Bildungssystem einsetzen. Ein Bildungssystem, das unsere Kinder in den Mittelpunkt setzt, Chancen ermöglicht und international wettbewerbsfähig ist.

Laschet oder Scholz? Wen sollte die FDP zum Kanzler machen?

Die Wählerinnen und Wähler haben die Politik des Stillstands der letzten Jahre abgewählt. Wir Freie Demokraten wollen Deutschland digitaler, moderner und wettbewerbsfähiger machen. Wir haben einen eigenständigen Wahlkampf geführt und diesen Weg werden wir nun auch in den Sondierungen weitergehen. Wir Freie Demokraten wollen Deutschland in die Zukunft führen und sind bereit, unseren Beitrag zu leisten.

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