Hochtaunus: Ab Montag nur mit Test zur Schule

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HOCHTAUNUS - (inf). Seit Montag ist es amtlich: Damit Kinder in Hessen am Präsenzunterricht oder der Notbetreuung teilnehmen können, ist ein negatives Corona-Testergebnis Voraussetzung, das nicht älter als 72 Stunden sein darf. Dies gilt für alle Kinder in Hessen und ebenso für die Lehrer. Wer nun denkt, dass man einfach seine Kinder zuhause testen lassen kann, liegt jedoch falsch:

Denn ein Selbsttest zu Hause reicht nicht aus, sondern muss entweder in der Schule selbst oder in einem öffentlichen Testcenter durchgeführt werden.

Die Tests seien so konzipiert, so die Pressestelle des Hochtaunuskreises, dass sie von den Schülerinnen und Schülern unter Aufsicht von Lehrpersonal selbst vorgenommen werden können. "Die Schulen haben vom Land Links zu verschiedensten Lehr-Videos erhalten und die Eltern wurden gebeten, das Prozedere mit ihren Kindern im Vorfeld zu besprechen und sich die Filme anzusehen", so Barbara Wüst, Pressesprecherin des Hochtaunuskreises. Zudem seien die Tests auch für kleinere Kinder machbar. "Eine Pilotphase in den Osterferien zeigt, dass ein solcher Selbsttest von Schülern auch in den Grundschulen gut gelingt", erklärt Jaqulin Brown vom Schulamt des Hochtaunuskreises in einer Stellungnahme.

Selbsttest reicht nicht

Der Abstrich erfolge direkt im vorderen Nasenbereich unter Aufsicht eines Lehrers. Genügend Tests für die Kinder und Lehrer seien bereits vor den Osterferien vom Land an die Schulen ausgeliefert worden und stehen dort in ausreichender Anzahl zur Verfügung. Lehrer würden übrigens keine Tests an ihren Schülern vornehmen, sie aber zu den Tests begleiten.

Wenn jemand das nicht will, kann er als Alternative mit seinen Kindern auch ein öffentliches, lokales Testzentrum außerhalb der Schule aufsuchen, in dem die Tests von Apothekern oder Ärzten erledigt werden. Wer sich nicht in der Schule testen lassen will oder keinen Nachweis über ein negatives Testergebnis vorlegt, muss das Schulgelände verlassen und wird ausschließlich im Distanzunterricht beschult. Eltern müssen ihre Kinder abmelden, so Brown. Zudem erfolge laut Kultusministerium keine Betreuung, wie beispielsweise im Präsenzunterricht.

Wird ein Kind trotz aller Vorsichtsmaßnahmen trotzdem positiv getestet, so seien in den Schulen entsprechende Vorkehrungen getroffen worden, um infizierte Kinder von der restlichen Klasse zu trennen, bis die Eltern ihr Kind abholen oder als volljährige Schüler selbst nach Hause fahren. Bis dahin würden sie in einem gesonderten Bereich altersgerecht betreut, so der Kreis. Zudem werde das Gesundheitsamt informiert und das Kind wird nochmals per PCR-Test nachgetestet. "Natürlich gelten dann die üblichen Quarantänebestimmungen", so Brown.

Der Hochtaunuskreis hat bei diesen Dingen übrigens nur eine zweitrangige Rolle. "Der Kreis befolgt hier die Regeln des Kultusministeriums, das die ganzen Vorgänge in Bezug auf die Schulen einheitlich regeln möchte" heißt es aus der Pressestelle. Natürlich werde man den Schulen im Hochtaunuskreis als Schulträger mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die Verordnungen jedoch kämen aus dem Kultusministerium.

Die einzige Ausnahme von der Nachweispflicht über ein negatives Testergebnis bestehen übrigens nur im Rahmen von Abschlussprüfungen. "Dazu gibt es in den Tagen noch einmal eine ergänzende Information von den Schulen", heißt es aus dem Schulamt, das sich auf das Kultusministerium bezieht.

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