Hochtaunuskreis: Welches wirtschaftliche Potenzial ist vorhanden?

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HOCHTAUNUS - (inf). Der Hochtaunuskreis ist, gerade wenn man auf den Vordertaunus schaut, ein durchaus wohlhabender Kreis mit einer gesunden Wirtschaft. Allerdings findet man dort, verglichen mit anderen Kreisen, nicht unbedingt zuhauf große Produktionsstandorte. Doch welches Potenzial schlummert im Hochtaunuskreis? Und wie kann es genutzt werden? Da die Bundes- und Landeshilfen für hessische Kommunen, die bislang 1,2 Milliarden Euro betragen haben, nicht verlängert werden, sucht man im Kreis nun nach Alternativen, Einkünfte zu generieren.

Doch um das zu tun, muss man zunächst einmal wissen, was man überhaupt im Portemonnaie hat - und über welche Ressourcen man verfügt.

Aus diesem Grund hat der Kreistag einen Änderungsantrag von CDU, SPD und den Freien Wählern beschlossen, dass der Kreisausschuss in einer der nächsten Sitzung, genau dieses Thema aufgreifen soll. Interessant für die Parlamentarier ist vor allem die Arbeit der Wirtschaftsförderung des Kreises und der Gemeinden. Doch wie genau arbeitet die, wie genau ist sie organisiert und inwiefern ist sie subventioniert? All dies soll Gegenstand der künftigen Sitzung des Haupt-, Finanz- und Digitalisierungsausschusses sein. Fokus des Berichts soll auch darauf liegen, wie die Wirtschaftsförderung neue Unternehmen akquiriert und wie genau die Netzwerke der Wirtschaftsförderung aussehen - ein wichtiger Punkt für Selbstständige und Unternehmen, wie Ulrike Schmidt-Fleischer (FDP) in einem kurzen Statement dazu betonte. Denn gerade Unternehmen lebten von ihren Vernetzungen unter- und miteinander. "Auf einem Unternehmerforum habe ich ein paar Kontakte kennengelernt, die ich bis heute pflege und die mich weitergebracht haben", so die FDP-Politikerin.

Der ursprüngliche Antrag war von der AfD gestellt, von der Regierungskoalition aber abgeändert worden. Die Alternative wollte Informationen über ganz konkrete Vorhaben der Wirtschaftsförderung für die Ansiedlung und Förderung von Unternehmen bekommen, die bis zum Ende des Jahres geplant sind, um genau dieser kommenden Steuerbelastung entgegenzuwirken. Dies jedoch nannte die CDU-Fraktion als "zu kurz gedacht". Denn viele Unternehmen, die zwar auch im Hochtaunuskreis einen Sitz haben, haben eine Zentrale andernorts in Deutschland, der auch von den dortigen Kommunen gepflegt wird, weswegen es schwierig, wenn nicht gar unmöglich sei, diese vollständig in den Hochtaunuskreis "zu locken". Zudem habe die Wirtschaftsförderung im Hochtaunuskreis zahlreiche Altbestandskunden zu betreuen und die Förderung lokaler Unternehmen auf Kreisebene zu pflegen. Der Bericht des Kreisausschusses soll deswegen einen momentanen Überblick über die Organisation der Wirtschaftsförderung in den auf Kreisebene sowie in den Kreisstädten und Gemeinden geben, für den sowohl der Kreisausschuss als auch die Wirtschaftsförderung deutlich mehr Zeit bekommen haben, die benötigten Informationen zusammenzutragen.

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