Impf-Kampagne: FDP fordert Transparenz, AfD Tempo

  • schließen

HOCHTAUNUS - (hs). Nachdem auf der jüngsten Kreistagssitzung der Antrag der AfD, im Hochtaunuskreis einen Impf-Marathon zu starten, mit breiter Mehrheit abgelehnt worden war, legt die AfD noch einmal nach. Auch die Hochtaunus-FDP fordert mehr Tempo und Transparenz.

Es sei erfreulich, dass mittlerweile im Hochtaunuskreis schneller geimpft werde. "Leider fällt weiterhin der deutliche Abstand zum Durchschnitt in Hessen und der gesamten Bundesrepublik auf. 21,4 Prozent der Einwohner sind im Hochtaunuskreis erstgeimpft. Im Bundesdurchschnitt liegt dieser Wert allerdings bereits bei 32,8 Prozent", so Ascan Iredi, sozialpolitischer Sprecher der FDP-Kreistagsfraktion um Hochtaunus. "Der Abstand bleibt einigermaßen konstant. Darüber können auch positive Schlagzeilen zum Impffortschritt in Bad Homburg nicht hinwegtäuschen."

Das Impfzentrum sei in seiner Struktur gut gestaltet und die Helferinnen und Helfer leisteten tolle Arbeit. "Wo also hakt es? Bei der schwarz-roten Bundesregierung oder der schwarz-grünen Landesregierung?", fragt der FDP-Fraktionsvorsitzende Dr. Stefan Naas. Die FDP fordert mehr Informationen für die vielen Menschen, die auf ihren Termin warten. "Die aufgetretenen Probleme bei der Terminvergabe und die Hochtaunus-Sonderregeln bei der Überprüfung der jeweiligen Impfgruppe sind erklärungsbedürftig. Aber insbesondere wünschen wir uns mehr Transparenz für die Impfwilligen", so Naas.

Auch die AfD-Fraktion im Kreistag fordert mehr Tempo. Die "Einleitung" des beantragten Impfmarathons im Hochtaunuskreis sei rechtlich sehr wohl möglich und notwendig, gerade angesichts der steigenden Impfmengen, betonte Frank Bücken, Vorsitzender der AfD-Kreistagsfraktion, nach der konstituierenden Sitzung des Kreistags. In Hessen habe es schon eine Reihe Impfmarathons gegeben. "Unsere Impfwilligen im Kreis werden kein Verständnis für die Weigerung des Gesundheitsdezernenten Thorsten Schorr haben, die Impfgeschwindigkeit durch einen Impfmarathon zu erhöhen."

Gesundheitsdezernent Schorr (CDU) hatte auf der Kreistagssitzung darauf hingewiesen, dass der Kreistag kein Impf-Marathon beschließen könne und darauf hingewiesen, dass Probleme beim Impf-Tempo auf einen Mangel an Impfstoff zurückzuführen seien.

Das könnte Sie auch interessieren