Impfzentrum Bad Homburg: 181268 Spritzen verabreicht

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HOCHTAUNUS - (inf). 181 268 Impfungen, 82 971 Zweitimpfungen, 2726 Auffrischungsimpfungen und 62 078 ausgestellte Impfausweise: Das ist die Bilanz nach einem dreiviertel Jahr Betrieb im Impfzentrum Hochtaunus. Doch nun ist Schluss: Am Donnerstag hat das Impfzentrum des Hochtaunuskreises, wie viele andere in ganz Hessen, seine letzte Impfung gesetzt.

Der Rückbau hat parallel bereits begonnen.

290 Mitarbeiter haben in dem dreiviertel Jahr, in der das Impfzentrum des Kreises in Betrieb war, in den Räumen des ehemaligen Hewlett-Packard-Gebäudes geholfen, die Pandemie zu bekämpfen, in den Hochzeiten waren es bis zu 95 Mitarbeiter pro Schicht. Und noch mehr Fakten zum kreiseigenen Impfzentrum hat der Hochtaunuskreis am Donnerstag veröffentlicht: Seit der Öffnung wurde an 234 Tagen jeden Tag bis zu zehn Stunden geimpft. Zu Beginn war der Betrieb auf maximal 1200 Impfungen pro Tag ausgelegt. Dieser Wert wurde kontinuierlich angehoben. Ein Höchstwert wurde am 8 Mai mit 1500 Impfungen erreicht. Insgesamt eurden 4836 Liter Desinfektionsmittel verbraucht, 181 268 Spritzen genutzt und Pflaster verklebt.

Landrat Ulrich Krebs und der Erste Kreisbeigeordnete Thorsten Schorr zogen eine positive Bilanz: Gemeinsam habe man die bisherigen Herausforderungen der Pandemie gut bewältigt. Krebs sagte: "Das Impfzentrum in Bad Homburg war ein großer Erfolg. Es gehörte in den vergangenen Monaten zu den wichtigsten Orten unseres Landkreises, um die Pandemie zurückzudrängen." In den letzten Monaten sei hier jeden Tag inklusive der Feiertage großartige Arbeit geleistet worden. Zudem hätten viele Impflinge den Teams eine großartige Arbeit bescheinigt. Das bestätigte auch die Leiterin der Hochtaunuskliniken, Dr. Julia Hefty: "Etwa 99 Prozent der Rückmeldung von Patienten war positiv." Dabei waren gerade die ersten Wochen für den Hochtaunuskreis alles andere als einfach: Denn binnen drei Wochen musste ein Impfzentrum aus dem Boden gestampft werden - das verlangte das Land Hessen mittels eines Einsatzbefehls am 23. November. Am 27. November war es dann soweit: Das Impfzentrum nahm seinen Betrieb auf. Unter anderem waren 250 Mitarbeiter der Hochtaunus-Kliniken und ihrer Tochtergesellschaften sowie 10 Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes unter der organisatorischen Leitung der Unteren Katastrophenschutzbehörde des Kreises im Einsatz. Nicht immer war die Arbeit dort einfach. Denn neben dem Umgang mit so vielen Menschen habe auch die organisatorische Betreuung des Impfzentrums die Mitarbeiter vor manche Herausforderung gestellt, so Krebs. Angefangen vom fehlenden Impfstoff, über die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen bis hin zu Öffnungszeiten und unterschiedliche Nachfrage nach Impfstoffen bestimmter Hersteller. Nachdem das Impfzentrum in Bad Homburg nun geschlossen ist, will man künftig die mobilen Impfteams beibehalten, das große Impfzentrum soll durch drei kleine, dezentrale Impfzentren in den Standorten der Hochtaunuskliniken in Bad Homburg, Usingen und Königstein ersetzt werden. Dieses neue Angebot gilt ab dem 1. Oktober.

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