Katastrophenhelfer aus dem Hochtaunuskreis sind zurück

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HOCHTAUNUS - (inf). Mit einer etwa zweistündigen Verspätung sind 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus dem Hochtaunuskreis, die in den den Katastrophengebieten von Stolberg und Erfstadt im Einsatz gewesen sind, am Sonntag in die Heimat zurückgekehrt - eine Dieselleitung war an einem der Usinger Gerätewagen gerissen und die Geräte mussten noch auf der Autobahn umgeladen werden.

Schon bei der Einfahrt nach Oberursel wurden die Floriansjünger in Empfang genommen: Dort hatten Kameraden mit einem überdimensionalen Transparent und einer Wasserfontäne von einer Autobahnbrücke die eintreffenden Feuerwehrfahrzeuge zuhause begrüßt und den Respekt für den Einsatz der Lebensretter ausgedrückt.

In Oberursel warteten bereits Landrat Ulrich Krebs, der Vizepräsidenten des Landesfeuerwehrverbandes, Norbert Fischer und das Deutsche Rote Kreuz auf die Helfer. Krebs dankte den Feuerwehrleuten für ihren dreitätigen Einsatz in den Überflutungsgebieten und drückte seinen Respekt vor dem Geleisteten aus: "Ich weiß, Sie haben Dinge gesehen, die möchte man nicht sehen", sagte Krebs. Gerade angesichts einer solchen Katastrophe sei es jedoch beeindruckend, dass der deutsche Katastrophenschutz so gut funktioniert und aufgestellt ist, um Menschenleben zu retten.

Auch Fischer bedankte sich bei den Feuerwehrkameraden. "Wenn der Einsatz noch länger gedauert hätte, dann haben sich im Usinger Land bereits 250 weitere Kameraden freiwillig gemeldet, um Euch dort oben abzulösen", sagte er. Die Hauptaufgabe der Feuerwehren war: "Leben retten und sichern" und das hätten die Feuerwehrleute aus dem Kreis nun mehr als erfüllt. Den Rest übernehmen die Helfer aus NRMW.

Dass der Einsatz für die Feuerwehrleute nicht nur körperlich, sondern auch psychisch belastend war, das wusste Kreisbrandmeister Daniel Guischard, der selbst in Düsseldorf anwesend war und dort die kompletten hessischen Einsatzkräfte, zunächst 600 Feuerwehrleute und 300 weitere Katastrophenschutzhelfer koordiniert hat. "Immer wieder hörte man: Das kannst Du Dir nicht vorstellen. Und nein, das kann man sich auch nicht vorstellen, wenn man es nicht gesehen hat. Es war für die Feuerwehrkameradinnen und Kameraden eine traumatische Erfahrung. Die Helfer haben dort zum Teil dramatische Szenen mitbekommen und viele verzweifelte Menschen gesehen. Das müssen sie nun erst einmal verarbeiten", sagt Guischard. Um die Helfer mit ihren Eindrücken nicht alleine zu lassen, hatte das Deutsche Rote Kreuz, neben der Verpflegung für die Helfer übernommen hatte, auch gleichzeitig die psychische Betreuung der eingesetzten Kräfte übernommen. (Bericht folgt).

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